Im Ackerbau gewinnt neben den anderen Maßnahmen zur Ertragssicherung die "Bodenbearbeitung" aus ökonomischer und ökologischer Sicht zunehmend an Bedeutung. Ökonomisch gesehen führen sinkende Produktpreise verstärkt zu Überlegungen, Gewinneinbußen durch eine Reduzierung der Produktionskosten, d.h. weniger Bearbeitungsgänge und eine geringere Bearbeitungsintensität, zu mindern. Aus ökologischer Sicht sind die Ansprüche des Bodenschutzes verstärkt zu beachten, d.h. die Bodenbearbeitung ist nach den Ansprüchen des Standortes bodenschonend auszurichten.
Eine schematisierte Bodenbearbeitung, die den Bodenaufbau nicht oder nur wenig berücksichtigt, kann kurz- oder längerfristig zu Veränderungen des Bodens (wie z.B. Verdichtungszonen, Verfestigungen, Verschlämmungen, Entmischungen) führen, die sich sowohl ungünstig auf das Pflanzenwachstum auswirken, als auch wichtige ökologische Funktionen des Bodens, wie z.B. die biologische Aktivität, die Bodenatmung, die Filterwirkung des Bodens, die Nährstoffverfügbarkeit im Boden u.a. beeinträchtigen.
Ökologisch ausgerichtete Ziele einer standortangepassten Bodenbearbeitung sind:
Für die Verwirklichung dieser Ziele sind bei der konventionellen Bodenbearbeitung vorrangig folgende Maßnahmen zu beachten:
Ausführliche Hinweise zur Bodenbearbeitung finden Sie auf den Internetseiten der Landwirtschaftskammern und Landesanstalten: