Die nematodenresistenten Zuckerrübensorten liegen aktuell in Zuckergehalt und Zuckerausbeute noch unter dem Niveau der Standardsorten. Liegt kein Nematodenbefall vor, müssen genetisch bedingte Mindererträge, die 8 % erreichen können, hingenommen werden. Ein Anbau ist daher nur auf Befallsstandorten wirtschaftlich sinnvoll.
Mit einer Befallsreduzierung von bis zu 60%, sowie dem weiteren natürlichen Nematodenabbau im Zuge der Fruchtfolge unter Getreide, können selbst hohe Besatzdichten (Befallsstufe V) unter die Schadschwelle von 500 Eier/Larven je 100 ml Boden abgesenkt werden.
Ein permanenter Anbau der resistenten Sorten ist weder aus pflanzenbaulichen (Resistenzbildung) noch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten erforderlich und sinnvoll. Resistente und Hochleistungssorten sollten vielmehr im Wechsel angebaut werden.
Liegt zusätzlich ein Rizomania Befall vor, unbedingt doppelresistente Sorten anbauen. (Bisher nur die Sorte Paulina)