Krankheiten in Lupinen

Anthraknose (Colletotrichum lupini)

Die Anthraknose gehört zu den wichtigsten Krankheiten der Lupine. Die Verbreitung des Erregers erfolgt primär über das Saatgut, wobei der Pilz sowohl außen am Korn als auch im Innern, unter der Samenschale, zu finden ist. Als vorbeugende Bekämpfungsmaßnahme sollte daher vorrangig zertifiziertes Saatgut zum Einsatz kommen. Sofern die Krankheit bei der Feldbesichtigung gefunden wurde, ist die Untersuchung auf Colletotrichum Bestandteil der Beschaffenheitsprüfung. Bei eigenem Nachbau ist es empfehlenswert, eine Saatgutprobe auf Befall untersuchen zu lassen.

Das Auftreten der Krankheit wird durch feuchtwarme Witterung gefördert. Insbesondere bei Vermehrungsbeständen sollten befallene Pflanzen rechtzeitig selektiert werden, um ein Entstehen von Befallsherden zu verhindern. Die Schlaghygiene hat weiterhin einen hohen Stellenwert. Eine Verschleppung des Erregers von Befallsschlägen muss unbedingt vermieden werden.

Eine direkte Bekämpfung mit Fungiziden (z.B. Amistar, Ortiva, Switch) kann den Befallsdruck reduzieren, wird aber aufgrund der höheren Kosten in der Regel nur im Vermehrungsanbau durchgeführt. Für Folicur wird in 2011 die entsprechende Genehmigung nach §18a erwartet.

Fungizide in Großkörnigen Leguminosen, Stand: 01.02.2011 (pdf, 51 KB)