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Unkrautbekämpfung

Unkrautbekämpfung Sommerölfrüchte

Sommerölfrüchte verfügen in ihrem Jugendstadium nur über eine geringe Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern und Ungräsern, deshalb sind in der Regel entsprechende Unkrautbekämpfungsmaßnahmen erforderlich. Neue Präparate stehen nicht zur Verfügung

In Lein hat in seiner langsamen Jugendentwicklung eine schwache Beschattungsintensität und somit eine geringe Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern. Ein Herbizideinsatz ist meist unumgänglich. Es sind nach wie vor nur die Herbizide Callisto (1,5 l/ha) im Vorauflauf und Ciral (25 g/ha, nur im Öllein) im Nachauflauf zugelassen.

Auch im Sommerraps ist oft eine Herbizidmaßnahme notwendig. Rapspflanzen erhalten dadurch einen Entwicklungsvorsprung vor den Unkräutern. Im VA und NA kann Butisan (1,5 l/ha) gegen ein- und zweikeimblättrige Unkräuter angewandt werden. Auch Butisan Top (2,0 l/ha) ist im NA zugelassen.

Die Sonnenblume ist im Jugendwachstum (v. a. bei kühlen Witterungsbedingungen) den meisten Unkrautarten unterlegen. Erst ab einer Wuchshöhe von 40 bis 50 cm werden später auflaufende Unkräuter gut unterdrückt. Zur Unkrautbekämpfung stehen bis auf die unten beschriebene Ausnahme nur Vorauflaufherbizide zur Verfügung. Zur Auswahl stehen Bandur (4,0 l/ha), Boxer (5,0 l/ha), Spectrum (0,8 bis 1,2 l/ha) oder Stomp Aqua (2,6 l/ha). Diese Präparate benötigen für eine optimale Wirkung ein klutenfreies Saatbett und eine ausreichende Bodenfeuchte. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, muss mit Minderwirkungen gerechnet werden.

Bei Problemen mit Ausfallgetreide und Ungräsern sind in Lein, Sommerraps und Sonnenblumen spezielle Präparate zur Gräserbekämpfung zugelassen.

Quelle: (Stand Februar 2011) Broschüre "Hinweise zum sachkundigen Einsatz von PSM im Ackerbau und Grünland" Pflanzenschutzdienste der Länder Brandenburg, Sachsen, Thüringen

Herbizide in Sommerölfrüchten, Stand: 01.02.2011 (pdf, 54 KB)