Bad Kreuznach, den 10. April 2007
Die milde Winterwitterung mit geeigneten Infektionsbedingungen sowie die örtlich sehr weit entwickelten Weizenbestände deuten auf eine erhöhte Infektion mit dem Halmbrucherreger hin. Ob eine Bekämpfung jedoch wirklich notwendig ist, kann in der Regel nur schlagspezifisch entschieden werden. Hier können Prognosemodelle eine wertvolle Hilfe sein, so die am Online-Beratungsportal www.isip.de beteiligten Bundesländer.
Als Entscheidungshilfe für die Notwendigkeit einer Halmbruch-Bekämpfung dient das auf Wetterdaten basierende Prognosemodell SIMCERC3. Das Modell prognostiziert bei Erreichen des Zwei-Knotenstadiums (BBCH 32) den zu erwartenden Endbefall. Die Ergebnisse, d.h. die regionale Gefährdungssituation in Winterweizen für hoch- und normal gefährdete Beispielschläge, können aktuell unter www.isip.de abgerufen werden.
Da der Halmbruchbefall sehr stark von der Fruchtfolge und der angebauten Sorte abhängt, empfehlen die Beratungsorganisationen auf jedem Fall auch die Möglichkeiten einer schlagspezifischen Prognose zu nutzen: Werden regional mehr als 25% stark befallener Pflanzen je Aussaatterminklasse prognostiziert, wird angeraten, eine schlagspezifische Berechnung zur Abschätzung der Bekämpfungsnotwendigkeit durchzuführen.
Damit auch bisher nicht registrierte Landwirte das Modell nutzen können, stellt ISIP weiterhin einen kostenlosen zweiwöchigen Testzugang bereit. Eine Anmeldung kann jederzeit online erfolgen.
Presseinformation Halmbruch [PDF, 90KB]