Rheinland-Pfalz
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Beizung - Kartoffeln
Die Pflanzgutbeizung ist neben anbautechnischen Maßnahmen die Möglichkeit, Einfluss auf den Befall durch Krankheitserreger und Schädlinge zu nehmen und damit Auflaufverhalten und Anfangsentwicklung der Bestände positiv zu beeinflussen. Sie richtet sich dabei gegen Schaderreger, die mit dem Pflanzgut übertragen werden oder zu einem späteren Zeitpunkt an die Keime bzw. Jungpflanzen gelangen und diese parasitieren. Vorrangig sollte die Maßnahme dort erfolgen, wo es beim Erntegut auf hohe Qualitäten ankommt. Im Pflanzkartoffelanbau ist die Beizung Voraussetzung für die Feldanerkennung und im Speisekartoffelanbau eine wesentliche Grundlage der Qualitätssicherung. Zur Applikation stehen verschiedene Verfahren und Präparate (siehe Tabelle) zur Verfügung. Um einen ausreichenden Beizerfolg zu erzielen, ist ein gleichmäßiger Belag des Beizmittels auf der Knollenoberfläche entscheidend.
Die Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani) sowie auch der Silberschorf (Helminthosporium solani) sind zwei wichtige qualitäts- und ertragsmindernde Pilzkrankheiten im Kartoffelanbau die mit der Beizung bekämpft werden können. Eine Beizung gegen Schwarzbeinigkeit und Nassfäule kann in gefährdeten Kartoffelpartien sinnvoll sein, da im Jahr 2011 witterungsbedingt häufig Schwarzbeinigkeit in den Beständen und Nassfäulen im Erntegut auftraten...
Drahtwurmbekämpfung in Kartoffeln
Goldor Bait mit dem Wirkstoff Fipronil hat die Zulassung nach Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 erhalten. Sie ist ausschließlich für die Anwendung gegen Starkbefall des Drahtwurms und nach Warndienstaufruf in Kartoffeln beschränkt und gilt ab dem 15. Februar 2012 bis zum 14. Juni 2012 für 120 Tage. Die genehmigte Menge ist auf 120 t begrenzt.
Beizung - Körnerleguminosen
Bei kühler Witterung und bei ungünstigen Standortbedingungen kann das Auflaufen der Leguminosen stark verzögert werden. Verschiedene boden- und samenbürtige Auflaufkrankheiten haben dann ideale Befallsbedingungen. Besonders bei einem eigenen Nachbau ist eine Beizung gegen die Auflauf- und Fußkrankheitserreger zu empfehlen. Die Palette der zur Verfügung stehenden Beizmittel hat sich verbessert. Das Beizmittel TMTD 98% Satec ist zur Anwendung in den Ackerbohnen und Futtererbsen gegen die Auflaufkrankheiten zugelassen. Aatiram 65 besitzt ebenfalls bei Ackerbohnen und Lupinen die Indikation Auflaufkrankheiten, wobei die Pythium- Arten aber ausgenommen werden. Bei den Futtererbsen zur Saatgutgewinnung steht es als Beizung gegen die Erreger der Fusarium- Arten zur Verfügung. ...
Verlustmindernde Technik Feldbau
Die aktuelle Universaldüsentabelle für verlustmindernde Flachstrahldüsen im Feldbau wurde im Internet unter www.ISIP.de => "Regionales" => "Ackerbau" => "Aktualisierungen der PSM-Tabellen" zum Ausdrucken und zur Einsicht eingestellt. Diese überarbeitete Übersicht aktualisiert die in der Broschüre "Hinweise zum sachkundigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau und auf dem Grünland 2012" enthaltene Tabelle.
(Hinweis Feldbau Nr.3 vom 20.02.2012)
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