Seit 2010 wird der Wachstumsregulator Regalis zusammen mit Zitronensäure in einem Paket angeboten (= Regalis Plus-Pack). Diese Produktveränderung hat aktuell in der Praxis zu einigen Irritationen bezüglich der Anwendung geführt.
Ein Hauptproblem bei der Überkopfbewässerung Winter ist, dass die oberirdischen Pflanzenteile teilweise über mehrere Tage hinweg feucht bleiben, weil die Wassertropfen nicht von den Blättern abperlen
Die Wirksamkeit und Effektivität verschiedener Nützlingsarten kann bei hohen Temperaturen beeinträchtigt werden. Um den Nützlingen ihre Arbeit an heißen Tagen zu erleichtern sind verschiedene Maßnahmen sinnvoll.
An mehreren Staudenarten und Gehölzen sind bedingt durch die plötzlich einsetzende hohe Einstrahlung Verbrennungen nach Pflanzenschutzmaßnahmen aufgetreten
Mit Beginn der Langtagperiode sollte der Blattlausfeind Aphidoletes aphidimyza eingesetzt werden. Auch der Einsatz von Blattlausschlupfwespen ist sinnvoll.
Passend zur arbeitsärmeren Zeit werden Sachkundeschulungen angeboten, in denen die Prüfung für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln praktisch und theoretisch vorbereitet wird.
Im Oktober ist die Lichtintensität deutlich rückläufig. Bei übermäßiger Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kann es zu Schäden oder zumindest zu empfindlichen Wachstumsstockungen kommen
Da das im Zierpflanzenbau bewährte Produkt Tilt 250 EC in Deutschland zur Zeit nicht gehandelt wird, werden in der gärtnerischen Praxis Tastversuche mit Achat durchgeführt
An vielen Gehölzen hat es in diesem Winter erhebliche Frostschäden gegeben. Ausreichende Bodenfeuchte sowie die anhaltende Schneedecke haben die Auswirkungen der extremen Temperaturen im Dez./ Januar kaum gemildert.
Im März 2008 ist die 3. Änderung des Pflanzenschutzgesetzes in Kraft getreten. Unter anderem wurde damit die Aufzeichnungspflicht für Pflanzenschutzmaßnahmen gesetzlich vorgeschrieben.
Bei der Vermehrung von Jungpflanzen sollten Pflanzenstärkungsmittel zur Förderung der Wurzelbildung verwendet werden. Besonders Produkte auf mikrobiologischer Basis haben sich bewährt.
Nach kalten und nassen Perioden macht sich bei Verbascum, Brunnera und Oenothera Nährstoffmangel bemerkbar. Spritzungen mit Eisendüngern sind nicht ganz risikolos.
Unkräuter im Gewächshaus aber auch im Freiland in der Nähe von Lüftungen sollte noch vor dem Winter bekämpft werden. Einige Arten sind ideale Wirtspflanzen für Schädlinge
Viele Pflanzen sind zwischenzeitlich mit Unkräutern überwachsen oder sind ideale Rückzugsgebiete für Schädlinge. Auf stark mit Echtem Mehltau befallenen Pflanzen halten sich zudem Thripse auf.
An Cortaderia selloana 'Pumila' sind Blattflecken bzw. Nekrosen aufgetreten. Bei Untersuchungen im Diagnoselabor konnten keine parasitären Schaderreger festgestellt werden, so dass der Schaden auf abiotische Ursachen deuten lässt
Die derzeitige Hitzephase hat die Aktivität der Kulturpflanzen beeinflusst. Auch Präparate die in der Regel sehr gut verträglich sind, können schnell Schäden auslösen.
Sowohl in Gewächshäuser als auch im Freiland entwickelt sich die Kohlmottenschildlaus Aleurodes proletella an Schöllkraut (Chelidonium majus)aus der Familie der Papaveraceae
Mit den hohen Temperaturen zeigten und zeigen sich immer noch Unverträglichkeiten von Pflanzenschutzmittelbehandlungen, die möglicherweise schon längere Zeit zurückliegen können.
Bei der Stecklingsvermehrung können Pflanzenstärkungsmittel verwendet werden. Besonders Produkte auf mikrobiologischer Basis haben sich sowohl in der gärtnerischen Praxis als auch bei Versuchen des Pflanzenschutzdienstes bewährt.
Stecklinge und bewurzelte Jungpflanzen zeigen in diesem Winter verstärkt Ausfälle. Häufig sind diese aufgrund lichtarmer Bedingungen zu weich und somit anfällig für Sekundärerreger.
In den letzten Wochen wurden einigen Gärtnern im Handel preiswertere Produkte angeboten als die von der Beratung empfohlenen. Besonders betrifft dies das Produkt Vertimec.
Pflanzenschutzgeräte und Gießwagen mit Spritzgestänge sind Präzisionsgeräte und daher zur Abstellung über das Winterhalbjahr sorgfältig zu konservieren.
In der Vermehrung von Omphalodes verna sind Ausfälle aufgetreten. Die Pflanzen zeigen mitunter stärkere Chlorosen, ältere Blätter sind deformiert und nekrotisch
Hemmstoffanwendungen mit Cycocel haben an Stauden und Sommertopfpflanzen zu sehr starken Chlorosen geführt. Die Anwendung erfolgte in diesen Fällen im Gießverfahren.
Erneut KAS-Krankheit an verschiedenen Freilandzierpflanzen beobachtet. Unter KAS-Krankheit wird eine Symptomatik bezeichnet, die an Pflanzen auftritt, die zuvor mit KalkAmmonSalpeter gedüngt worden sind.