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Hilfe zu SIMAGRIO-W- wetterbasierte Prognose des Auftretens von Drahtwürmern

Die Bereitstellung des SIMAGRIO-W-Prognosemodells erfolgt durch die "Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP)". Weitere Informationen zur ZEPP unter www.zepp.info.

Das Modell SIMAGRIO-W prognostiziert das Auftreten von Drahtwürmern in der oberen Bodenzone und somit Phasen mit einem hohen Risiko zur Fraßaktivität. Das Prognosemodell wurde auf Grundlage von Labor- und Halbfreilandversuchen in den Jahren 2009-2011 erstellt. In den Versuchen wurde der durch die Larven bevorzugte Bodenfeuchte- und Bodentemperaturbereich in unterschiedlichen Bodenarten genauer untersucht.

Der Befall mit Drahtwürmern auf einem Feld bzw. zwischen unmittelbar benachbarten Feldern stellt sich oft sehr unterschiedlich dar. Das Modell kann keine Aussage über die absolute Menge des Drahtwurmbefalls eines Feldes machen. Vielmehr ist es das Ziel des Modells SIMAGRIO-W eine Aussage zu treffen, in welchen Zeiträumen die im Feld vorhandenen Drahtwürmer sich in der oberen Bodenzone aufhalten und ob daher ein hohes Risiko für Drahtwurmfraß besteht. Dies ist der optimale Zeitpunkt für die Feldkontrolle. Wir empfehlen an mindestens fünf Stellen im Feld jeweils drei Probegrabungen bis 20cm Tiefe durchzuführen und den Boden auf Drahtwürmer zu untersuchen.

In Kartoffeln kann im Herbst bei ansteigendem Risiko eine Proberodung erfolgen.

Das Modell SIMAGRIO-W ist ein wetterbasiertes Modell und benötigt die Bodentemperatur in 20 cm Bodentiefe und die Bodenfeuchte. Diese wird vom Systemaus der Bodenart und den meteorologischen Parametern Niederschlag, Temperatur und rel. Luftfeuchte berechnet. Das Modell steht von März bis Ende Oktober eines jeden Jahres zur Verfügung. Im Diagramm wird jeweils das prognostizierte Auftreten ab dem 1. März bis zum aktuellen Datum im täglichen Verlauf ausgegeben.


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