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Hilfe zur Berechnung der Stickstoffdüngung

Allgemeines zur Bedienung

Tabellenansicht

  • Die Eingaben können über das Stiftsymbol im Ausgabenblatt bei Bedarf korrigiert werden.
  • Die Daten können ebenso zeilenweise gelöscht werden, indem Sie das Mülleimersymbol anwählen.
  • Eine neue Berechnung können Sie anlegen, indem Sie auf das Seitensymbol im Tabellenkopf klicken
  • Die Werte einer Zeile beziehen sich auf einen Schlag und ein Anbaujahr z. Bsp. "Drei Eichen" und "01.09.2010"

Eingabeformular

  • Die Eingaben und die darauf basierendenBerechnungen werden nach Bestätigung der Daten ('ok'-Symbol) angezeigt.
  • Die der Berechnung zugrunde liegenden Werte können im unten angegebenen Link zur Berechnunggrundlage nachgelesen werden. 

Erläuterung der Eingabeparameter

  • Aussaatdatum (Angabe des Datums)

  • Längen und Breitengrad (Angabe in Dezimalgrad [deg])
    Die Werte können entweder duch Angabe eines Ortes oder durch Klicken auf einen Punkt in der Karte ermittelt werden.

  • Niederschlagsverteilung anpassen
    Falls die angenommene mittlere Niederschlagsverteilung nicht zu Ihrem Standort passt, können Sie dies hier ändern. Die Änderungen wirken sich nicht auf das aktuelle Wetter aus, sondern lediglich auf die Referenzjahre. Vorsicht: Eine Anpassung kann zu einer verzerrten Beurteilung des aktuellen N-Düngebedarfs führen und ist nur in wenigen Fällen sinnvoll.

  • Aussaatstärke (Angabe in Körner/qm)

  • Anz. Teilgaben (Anzahl der Beregnungsgaben)
    Aus der Anzahl der Teilgaben und dem Beregnungskontingent ergibt sich die Beregnungsmenge für das einzelne Beregnungsereignis

  • Wasserkontingent (Angabe in mm)
    Wieviel Millimeter Beregnungswasser stehen zur Verfügung

  • Vorfrucht

  • Ertragserwartung (Angabe in dt/ha) Durchschnittsertrag der letzten 5 Jahre (14% Restfeuchte). 
    Eine höhere Ertragserwartung führt zu einer erhöhten Düngeempfehlung.
    Geben Sie bitte an, ob sich der Ertrag auf ein kleinräumige Versuchsprzelle bezieht oder auf einen Ackerschlag. Parzellenerträge liegen in der Regel 10-15% höher als Schlagerträge. Zudem werden limitierende Faktoren wie Krankheiten, Schädlinge, Verunkrautung, Staunässe, Lager sowie Ernteverluste nicht berücksichtigt. Bei A- und E-Weizen sind ggf. Abschläge zu berücksichtigen. Sollten keine langjährigen Ertragsdaten für ihre Fläche vorliegen, so kann das simulierte Ertragsniveau als Anhaltspunkt dienen. Wählen Sie im Internetformular "Parzelle" aus und tragen Sie das simulierte Ertragsniveau in das Internetformular ein, wenn sie dieses übernehmen wollen.

  • Nmin im Frühjahr (Angabe in kg N/ha 0-90 cm)

  • Weizenpreis (Angabe des erwarteter Weizenpreises in EUR/dt)
  • Stickstoffpreis (Angabe in EUR/kg N)

  • Proteingehalt (angestrebter Proteingehalt in %)

  • Bodentextur 0-30 (nach KA 5) siehe auch Übersicht der Bodenartenuntergruppen

  • Bodentextur 30-60 (nach KA 5)

  • Bodentextur 60-90 (nach KA 5)

  • Bodentextur ab 90 (nach KA 5)

  • Beregnung (Angabe ob eine Beregnung vorgesehen ist. ja/nein?)

  • Grundwasseranschluss (Angabe ob Grundwasseranschluss vorhanden ist. ja / nein)

  • Klimatyp  (Klimabedingungen am Standort)

  • Sollwert 1. Gabe (kg N/ha 1. Gabe)

  • Sollwert 2. Gabe (kg N/ha 2. Gabe incl. Nmin)

  • Sollwert 3. Gabe (kg N/ha 3. Gabe)

Bitte beachten Sie, dass der Ansatz nur für Niedersachsen parametrisiert wurde und der errechnete Sollwert nicht auf andere Regionen übertragbar ist.

Beschreibung der Wetterparameter der einzelnen Klimatypen  

Beschreibung des Modells

Das Modell berechnet anhand von Parametern wie Vorfrucht und Ertragsniveau einen Sollwert (N-Angebot incl. Nmin) mit Verteilung (Sollwert 1,2,3). Aus dem Sollwert, der Modifikation und dem Nmin wird dann die Düngegabe errechnet. Die Düngeempfehlung wird als Kommentar (txt-Datei) ausgegeben.

  • Die 1. Gabe wird vom Model nicht modifiziert SW1 = 1.Gabe
  • Die 2. Gabe wird modifiziert, wenn BBCH 31 schon erreicht wurde / in den nächsten 14 Tagen erreicht wird 
  • Die 3. Gabe wird modifiziert, wenn BBCH 51 schon erreicht wurde / in den nächsten 14 Tagen erreicht wird 

Da in die Berechnung der Teilgaben Prognosewetter einfließt, kann sich die Empfehlung ändern, wenn aktuelleres Wetter vorliegt. Bitte überprüfen Sie daher ob die bisher ausgebrachte Stickstoffmenge mit der empfohlenen Menge (1. und 2. Gabe) übereinstimmt.

Sollte dies nicht der Fall sein muss die entsprechende Differenz auf die aktuelle Gabe angerechnet werden!

Um den Einfluss von Bodenfeuchte und Temperatur auf die N-Mineralisation zu berechnen, werden die abiotischen Ratenkoeffizienten aus dem DAISY Modell genutzt (Hansen et al. 1990).  Aus der so gewichteten Temperatursumme ergibt sich eine "biologisch aktive Zeit". Diese wird genutzt um die relative Mineralisationsrate zu berechnen. Aus der relativen Mineralisation und der aus den Management-, Klima- und Standortinformationen geschätzten mittleren Mineralisation ergibt sich dann die absolute netto N-Mineralisation.

In die Simulation der "effektiven Mineralisation" (Mineff) geht die netto N-Mineralisation, die N-Aufnahme im Herbst und die N-Auswaschungsverluste nach der Nmin- Probenahme im Frühjahr mit ein (Mineff=NetMin-NAusw+NAufnHerbst).

Die Mineralisation hat natürlich auch Auswirkungen auf die simulierte N-Auswaschung, die besonders für leichte Standorte nun höher ausfallen kann.  Da bei der Berechnung der  N-Düngermenge jedoch nur überdurchschnittliche Auswaschungsmengen berücksichtigt werden (Bezugsgröße sind die Referenzjahre) ist die Auswirkunge der Mineralisation auf diese Größe zumeist gering

Achtung:

Das Stickstoffdüngemodell berücksichtigt keine Obergrenzen in Cross Compliance relevanten N-Bilanzen.

Ab dem Jahr 2009 darf der N-Saldo im 3 jährigen Durchschnitt einen N-Überschuss von maximal 60 kg N/ha nicht überschreiten. Berücksichtigen Sie dieses bei ihrer Düngeplanung.


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