Ernteerleichterung

Sikkation in Großkörnigen Leguminosen

Witterungsbedingte späte oder ungleichmäßige Abreife der Bestände kann eine Sikkation notwendig machen.

Der Einsatz von Sikkationsmittel dient vorwiegend zur Abreifebeschleunigung des Zwiewuchses und somit zur Ernteerleichterung. Ungleichmäßig entwickelte Pflanzenbestände, die eine differenzierte Abreife erwarten lassen, sowie verstärkter Durchwuchs von Unkraut und Quecken erschweren die Ernte und verschlechtern die Lagerfähigkeit des Erntegutes. Der Einsatz ermöglicht eine gleichmäßigere Abreife der Bestände, den Grünbesatz zu reduzieren und somit einen geringeren Feuchtegehalt der Körner zu gewährleisten. Zur Reduzierung stark verqueckter Flächen eignet sich dieses Verfahren jedoch nicht.

Zwei PSM sind zur Sikkation zugelassen:

  • Reglone (3,0 l/ha) sollte ab Vollreife eingesetzt werden. In Ackerbohnen und Futtererbsen kann Reglone in Beständen zur Futter- und Saatguterzeugung angewandt werden. Für Lupine gibt es keine spezielle Zulassung. Deshalb gilt hier die Indikation „Futterleguminosen in Beständen zur Saatguterzeugung“. Die Wasseraufwandmenge sollte hier mindestens 400 l/ha sein.
  • Roundup UltraMax (3,2 l/ha in Ackerbohnen und Futtererbsen und 4,0 l/ha in Lupine) ist nicht zur Sikkation in Saatgutbeständen zugelassen. Die Anwendung sollte 14 Tage vor der Ernte erfolgen, ab BBCH 85, wenn ca. 50 % der Schoten bzw. Hülsen sich verfärbt haben.

Quelle: Broschüre "Hinweise zum sachkundigen Einsatz von PSM im Ackerbau und Grünland" Pflanzenschutzdienste der Länder Brandenburg, Sachsen, Thüringen (Stand: Februar 2011)

Sikkationsmittel in Großkörnigen Leguminosen  [pdf, 47 KB] (Thu Apr 14 18:17:28 CEST 2011)