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Ackerbau – Getreidesaatgut für die Herbstaussaat vorbereiten.


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Thu Aug 28 16:15:26 CEST 2014

Wichtige Informationen des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 25.08.2014

Vor dem Beizen muss das Saatgut sorgfältig gereinigt werden. Die Beizung sollte mit einem an die Aussaatbedingungen und an das Schaderregeraufkommen angepassten Beizmittel durchgeführt werden.

Mit der fachgerechten Beizung werden in erster Linie samenbürtige Krankheitserreger bekämpft und das Auflaufen sowie die Überwinterung des Getreides abgesichert. Für Wintergerste wird eine Beizung gegen Streifenkrankheit und Flugbrand sowie, für kühlere Anbaulagen, ein Beizung gegen Typhulafäule empfohlen. Winterweizensaatgut sollte gegen Steinbrand und Schneeschimmel, für Anbaulagen oberhalb von 500 Metern Höhe unbedingt gegen Zwergsteinbrand gebeizt werden. Für Winterroggen und Wintertriticale sind Mittel mit Wirkung gegen Schneeschimmel ausreichend.

Nähere Erläuterungen rund um das Thema "Beizen" stehen im Merkblatt Pflanzenproduktion 2014 in den Tab. 12 auf S. 22 und Tab. 13 auf S. 23.

Hinweis: Eine Beizung mit Restmengen von Jockey und Galmano ist nicht mehr zulässig. Außerdem ist zu beachten, dass das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Zulassung von Aagrano UW 2000 mit Wirkung zum 30. November 2014 widerrufen hat. Der Widerruf erfolgte, weil der in „Aagrano UW 2000“ enthaltene Wirkstoff Carbendazim nur bis zum 30. November 2014 in der EU zur Verwendung in Pflanzenschutzmitteln genehmigt ist. Nach diesem Termin darf das Mittel nicht mehr verkauft und nicht mehr gebeizt werden. Achtung: Mit Aagrano behandeltes Saatgut darf nach dem 30. November 2014 auch nicht mehr zur Aussaat kommen!