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Ackerbau – Tipps zur Bodenbearbeitung


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Tue Oct 06 12:55:04 CEST 2015

Wichtige Informationen des LTZ  Augustenberg vom  06.10.2015

Primärer Zweck der Bodenbearbeitung ist die Lockerung des Bodens. Nach Einarbeitung von Ernterückständen und ungewolltem Neuaufwuchs von Getreide oder Unkräutern soll der Boden für die Neuansaat eine feinkrümelige Ackerkrume haben. Bei optimalen Bodenverhältnissen sind 10cm Bearbeitungstiefe das Optimum für die Saatbettbereitung. Ernterückstände und Pflanzenbewuchs werden flach eingearbeitet und es wird eine optimale Krume geschaffen.

Ideale Arbeitsgeräte für die Lockerung der Böden, die Einarbeitung von Pflanzenrückständen und die Saatbettbereitung sind der Grubber oder die Scheibenegge. Der Einsatz des Grubbers bietet sich nicht nur zur Bodenlockerung des Oberbodens an. Auch für den Einsatz zur Beseitigung von Bodenverdichtungen ist er - mit breiten Flügelscharen bestückt - bestens geeignet.

Die notwendige Tiefe der Bodenbearbeitung orientiert sich in erster Linie am Zustand der Böden. Wenn Bodenverdichtungen vorliegen sollte versucht werden diese durch eine tiefere Bearbeitungsmaßnahme zu lösen. Dafür bietet sich der Einsatz schwerer Tiefengrubber mit einer Tiefenführung über Räder oder der Einsatz von Kombinationsgeräten - bestehend aus Grubber und Scheibeneggen - an. Böden die in der Bearbeitungstiefe verdichtet sind werden durch den Einsatz dieser Geräte schön tiefengelockert.

Wie eine tiefere Pflugsohle entlang des Ackerrandes, kann ein tieferer Grubberstrich auch der Einwanderung von Mäusen - beispielsweise aus benachbarten Ackerrandstreifen - entgegenwirken. Im Schlag selbst kann eine Reduktion des Mäusebesatzes durch die Tiefeneinstellung des Grubbers erzielt werden. Ideale Arbeitstiefe ist 15 bis 20 cm. In dieser Tiefe haben die Mäuse ihre Bauten. Bei der Bearbeitung der Böden muss jedoch zwingend darauf geachtet werden, dass durch die tiefere Bodenbearbeitung keine Schmierschichten entstehen.

Hinweis: Der pfluglose Anbau setzt sich in der Praxis zwar immer mehr durch. Doch unter bestimmten Bedingungen ist der Einsatz des Pfluges sogar mehr als ratsam. Dies ist der Fall wenn beispielsweise Winterweizen direkt nach Mais angebaut werden soll. Auf dem Feld verbleibende Maisreste sollten dann in jedem Fall in tiefere Bodenregionen geschafft werden. Auch der Zünslerbesatz lässt sich durch den Einsatz des Pfluges prima dezimieren.