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Pflanzenschutzmittel – Vorsicht beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Thiacloprid


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Tue Apr 05 08:38:02 CEST 2016

Wichtige Informationen des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 04.04.2016

Der Rückstandshöchstgehalt für Thiacloprid in Honig wurde von 0,2 mg/kg auf 0,05 mg/kg abgesenkt. Der neue Wert gilt für Ware, die ab dem 12. Februar 2016 produziert wird. Die Absenkung war erforderlich, da notwendige Rückstandsversuche für die Überprüfung nicht vorgelegen haben. Hinweise darauf, dass der bisherige Rückstandshöchstgehalt Schäden an Bienen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen könnte, gibt es nicht. Rückstandsuntersuchungen und Ergebnisse aus der Überwachung zeigen, dass die Anwendung von Thiacloprid zur Blüte in bestimmten Kulturen zu einer Überschreitung des neu festgesetzten Rückstandshöchstgehalt im Honig führt. Entsprechende Honige wären somit nicht mehr verkehrsfähig.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat deshalb bei zwei Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Thiacloprid die Zulassung so geändert, dass in bestimmten Kulturen die Anwendung in der Blütezeit nicht mehr zulässig ist:

  • Bei dem Pflanzenschutzmittel Biscaya wurde für die Anwendung gegen die Kohlschotenmücke im Raps das Ruhen der Zulassung angeordnet. Diese Anwendung ist damit nicht mehr zulässig. Gegen beißende Insekten in Raps sowie gegen Rapsglanzkäfer in Senf ist eine Anwendung ab Beginn der Blüte nicht mehr zulässig.
  • Bei dem Pflanzenschutzmittel Calypso sind Anwendungen in Kernobst und Kirschen in der Blüte nicht mehr zulässig. Der neue Anwendungszeitraum wurde von BBCH-Stadium 71 bis 81 festgelegt. Die Anwendungen vor der Blüte bleiben in diesen Kulturen unverändert. Für Freilandanwendungen in Pflaume, Aprikose, Pfirsich, Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Johannisbeerartigem Beerenobst, Ziergehölzen und Zierpflanzen gilt der Zusatz "ausgenommen Blütezeit"!