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Pflanzenschutzmittel – Zulassung nach Artikel 53, Zulassungsverlängerung und Widerruf einer Listung


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Mon Apr 18 13:39:42 CEST 2016

Wichtige Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart vom 18.04.2016

Das BVL hat aufgrund von Notfallsituationen nach Artikel 53 eine befristete Zulassung genehmigt, Zulassungsverlängerungen ausgesprochen sowie auf den Widerruf eines Zusatzstoffes hingewiesen.

Zulassungen für Notfallsituationen nach Artikel 53: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat Movento 100 SC (Wirkstoff: Spirotetramat) gegen

  • die Apfelblutlaus in Apfel ab dem 25. April bis 22. August 2016 für 120 Tage zugelassen. Das Mittel kann nach der Blüte nach Befallsbeginn und ab Warndienstaufruf mit 0,75 l/ha und je Meter Kronenhöhe (maximal 2,25 l/ha) in maximal 500 l Wasser/ha und je Meter Kronenhöhe gesprüht werden. Es sind maximal zwei Behandlungen im Abstand von mindestens 14 Tagen möglich. Die Wartezeit beträgt exakt 21 Tage.
  • den Gemeinen Birnenblattsauger in Birne ab dem 01. Mai bis 28. August 2016 für 120 Tage zugelassen. Movento 100 SC kann ab Fruchtdurchmesser bis 40 mm bis Beginn der Fruchtreife (BBCH 74-81) nach Warndienstaufruf mit 0,75 l/ha und je Meter Kronenhöhe (maximal 1,5 l/ha) in maximal 500 l Wasser/ha und je Meter Kronenhöhe gesprüht werden. Es sind maximal zwei Behandlungen im Abstand von mindestens 14 Tagen möglich. Die Wartezeit in dieser Kultur beträgt 28 Tage.

Verlängerung von Zulassungen: Das BVL hat die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, deren Zulassung durch Zeitablauf endete, verlängert. Diese Zulassungsverlängerungen werden bis zur endgültigen Entscheidung über eine erneute Zulassung erteilt. Die für den Ackerbau bedeutsamen Mittel sind in der Tabelle zusammengestellt:

PräparatWirkstoffZulassung verlängert bis
Axial 50Pinoxaden31.07.2016
Axial KomplettFlorasulam+Pinoxaden31.07.2016
TraxosClodinafop+Cloquintocet+Pinoxaden31.07.2016

Widerruf der Listung des Zusatzstoffes IsagrarWAX FOS: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat am 8. April 2016 die Listung des Zusatzstoffes zu Pflanzenschutzmitteln IsagrarWAX FOS (Genehmigungsnummer 5653-00) widerrufen.

IsagrarWAX FOS enthält Phosphonsäure. Bei einer praxisgemäßen Anwendung des Zusatzstoffes lässt sich nicht ausschließen, dass es zu Überschreitungen von Rückstandshöchstgehalten (Fosetyl und Phosphonsäure und deren Salze) kommt. Die Erzeugnisse wären dann nicht verkehrsfähig.

Achtung: Der Widerruf hat zur Folge, dass IsagrarWAX FOS ab sofort nicht mehr als Zusatzstoff in Verkehr gebracht werden darf. Der Aufbrauch von Restmengen ist gesetzlich nicht geregelt. Wegen der Gefahr von Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte sollten vorhandene Restmengen jedoch nicht mehr verwendet werden!