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Ackerbau – Der Infektionsdruck weiterhin auf ungewöhnlich hohem Niveau


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Wed Jun 01 20:44:13 CEST 2016

Wichtige Informationen aus dem Main-Tauber-Kreis vom 30.05.2016

Nach der momentanen Wetterprognose ist Entspannung nicht in Sicht. Durch das weiterhin feuchte Wetter bleibt der Pilzbefallsdruck im Getreide auf ungewöhnlich hohem Niveau. In Abhängigkeit von der angebauten Sorte und der Vorbehandlung haben Gelbrost-, Septoria- und auch der Mehltaubefall deutlich zugenommen. Bei wärmeren Temperaturen ist zusätzlich mit Braunrostbefall zu rechnen. Infektionen wurden in diesem Jahr schon früh gesetzt.

Winterweizen: Bei Befahrbarkeit der Flächen sollte jetzt - sofern noch nicht geschehen - auch im Winterweizen baldmöglichst die Abschlussbehandlung erfolgen. Vor allem in der Fruchtfolge Weizen nach Mais, die ohne Pflug bestellt wurden, könnte eine gezielte Fusariumbekämpfung zur Weizenblüte sinnvoll sein. Da dies, je nach Situation, frühestens in ca. 1 bis 2  Wochen möglich ist, könnte in solchen Fällen eine Zwischenbehandlung notwendig werden.

Sommergerste: Aufgrund des allgemein hohen Infektionsdrucks wird in noch unbehandelten Beständen jetzt zur Abschlussbehandlung angeraten. Die Bestände bilden im Augenblick das letzte Blatt aus. bei Mehltaubefall muss in den Sorten Grace und Avalon auf entsprechende Wirksamkeit der eingesetzten Mittel geachtet werden. Entsprechende Mittelempfehlungen sind in unserem Merkblatt „Integrierter Pflanzenschutz 2016“ zu finden.

Mais: Die Unkrautbekämpfung sollte nicht mehr auf die 'lange Bank“ geschoben sondern möglichst bald angegangen werden. Aufgrund der engen Zeitfenster können Behandlungen unmittelbar nach Niederschlägen sinnvoll sein. In solchen Fällen sollte auf den Zusatz von Bromoxynil wie z.B. Buctril oder B235 verzichtet oder deren Aufwandmenge stark reduziert werden.