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Pflanzenschutzmittel – Neuigkeiten der Zulassung


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Tue Nov 22 16:09:41 CET 2016

Wichtige Informationen vom Regierungspräsidium Stuttgart vom 21.11.2016

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat aktuelle Änderungen bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mitgeteilt.

Zulassung durch Zeitablauf endgültig beendet

Die Zulassung von Actellic 50 (Wirkstoff: Pirimiphos-methyl) ist am 31.10.2016 abgelaufen. Die Abverkaufsfrist für den Handel endet am 30.04.2017. Restmengen dürfen im Vorratsschutz bis zum 30.04.2018 aufgebraucht werden.

Neuzulassung

Das Präparat Nautile DG mit der Wirkstoffkombination Cymoxanil + Mancozeb wurde mit einer Aufwandmenge von 2,0 kg/ha zur Bekämpfung von Kraut- und Knollenfäule in Kartoffeln neu zugelassen.

Hinweis: Das Produkt darf maximal 4mal angewendet werden. Die Wartezeit vom Zeitpunkt der letzten Ausbringung bis hin zur möglichen Beerntung beträgt exakt 14 Tage.

Verlängerungen bestehender Zulassungen

Das (BVL) hat die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, deren Zulassung durch Zeitablauf endete, verlängert. Diese Zulassungsverlängerungen werden bis zur endgültigen Entscheidung über eine erneute Zulassung erteilt. Die für den Acker-, Obst-, Gemüse- und Weinbau bedeutsamen Mittel sind in der Tabelle zusammengestellt:

PräparatWirkstoffZulassung verlängert bis
Spruzit Neu Pyrethrine+Rapsöl28.02.2017
Gro-Stop 1% DP, Kartoffelschutz TIXIT NEUChlorpropham31.03.2017
Gro-Stop Fog u.a.Chlorpropham31.03.2017
STARANE XL, Pyrat XLFluroxypyr+Florasulam30.04.2017
PRIMUS, InnoProtect Primus u.a.Florasulam30.06.2017
TaipanFluroxypyr30.06.2017
DerrexEisen-III-phosphat30.06.2017
Sluxx HPEisen-III-phosphat30.06.2017
Primus Perfect Clopyralid+Florasulam31.12.2017
Viper CompactDiflufenican+Florasulam+Penoxsulam31.12.2017

Erweiterung von Zulassungen nach Artikel 51

Die Zulassung von Maxim XL (Wirkstoffe: Fludioxonil + Metalaxyl-M) zur Saatgutbehandlung wurde um die folgenden Anwendungsgebiete erweitert:

  • Gegen Auflaufkrankheiten in Zuckermais mit 12,5 ml pro Einheit Saatgut (maximaler Mittelaufwand 31,25 ml/ha). Maximal 1 Anwendung. Wartezeit :F.
  • Gegen Falsche Mehltaupilze in Rucola im Gewächshaus mit 70 ml/kg Saatgut (maximaler Mittelaufwand 175 ml/ha). Maximal 1 Anwendung. Wartezeit :F.
  • Gegen Auflaufkrankheiten und Falsche Mehltaupilze in frischen Kräutern (ausgenommen Salbei) im Gewächshaus mit 70 ml/kg Saatgut (maximaler Mittelaufwand 350 ml/ha). Maximal 1 Anwendung. Wartezeit :F.

Die Zulassung von Calypso (Wirkstoff: Thiacloprid) wurde um das folgende Anwendungsgebiet erweitert:

  • Gegen Walnussfruchtfliege in Walnuss mit 0,08 Liter/ha in 500 Liter Wasser/ha und je m Kronenhöhe ab BBCH-Stadium 75. Maximaler Mittelaufwand 0,25 Liter/ha. Im Abstand von 7 bis 14 Tage sind maximal 2 Anwendungen möglich. Die Wartezeit beträgt 14 Tage.

Hinweis: Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern muss mit einem verlustmindernden Geräte erfolgen. Folgender Mindestabstand ist einzuhalten: 90% - 20m.

Achtung: Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2% und Oberflächengewässern muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen mit einer Mindestbreite von 10m vorhanden sein (NW701).

Die bestehende Zulassung von Kanemite (Wirkstoff: Acequinocyl) wurde um die folgenden Anwendungsgebiete erweitert:

  • Gegen Spinnmilben und Gallmilben in Brombeere und Himbeere im Freiland und im Gewächshaus mit 1,25 Liter/ha in maximal 1000 Liter Wasser/ha nach der Ernte (BBCH-Stadium 91). Maximal ist 1 Anwendung möglich. Die Wartezeit wurde mit „F“ eingestuft

Zulassungen für Notfallsituationen nach Artikel 53

In der Zeit vom 01. Januar 2017 bis zum 30. April 2017 wird für exakt 120 Tage die Zulassung für VINTEC (Wirkstoff Trichoderma atroviride Stamm SC1) erteilt. Die Anwendung gestaltet sich folgendermaßen:

  • Veredlungsholz bzw. veredelte Pflanzware der Weinrebe kann gegen ESCA-Erreger vor der Veredlung mit 200g/100 Liter Wasser pro 3000 Pfropfreben in gut belüfteten Räumen oder Gewächshäusern getaucht werden. Maximal sind 4 Anwendungen möglich. Die Wartezeit wurde mit „F“ eingestuft.
  • Junganlagen von Weinreben (Tafel- und Keltertrauben) bis zum 4. Standjahr können nach dem Rebschnitt bei Temperaturen von über 10°C und hoher relativer Luftfeuchte mit 200g/ha in 100 Liter Wasser gespritzt oder gesprüht werden. Maximal sind in diesen Kulturen 2 Anwendungen möglich. Die Wartezeit wurde mit „F“ eingestuft.