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Johannisbeergallmilbe


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Tue Mar 07 00:00:00 CET 2017

Kugelig verformte Knospen, vor allem an Sträuchern der Schwarzen Johannisbeere, weisen auf Befall mit der Johannisbeergallmilbe hin. Die winzigen Tiere überdauern den Winter in diesen Rundknospen. Zum Austrieb der Pflanzen im Frühjahr verlassen sie die deformierten Knospen und wandern an den sich neu bildenden Trieben empor, um sich nach einer kurzen Saugphase an den Blättern erneut in den gerade angelegten Knospen anzusiedeln. Die Johannisbeergallmilbe entwickelt bis zu 4 Generationen im Jahr.

Bei stark befallenen Johannisbeersträuchern können massive Wuchsstörungen und Triebverkahlungen auftreten. Die geschädigten Rundknospen treiben meist nicht aus (siehe Bild).

Im Hobbygarten können bei schwachem Befall die Rundknospen jetzt im Winter bis spätestens kurz vor dem Austriebsbeginn herausgebrochen werden. Sind die Sträucher bereits massiv besiedelt, ist ein kompletter Rückschnitt der Gehölze im Winter lohnenswert.  Auf keinen Fall sollte von befallenen Sträuchern Steckholz zur Vermehrung geschnitten werden.

Das Pflanzenschutzmittel Kiron ist zur Spritzbehandlung gegen Spinnmilben in Johannisbeeren zugelassen, eine zeitige Behandlung kurz nach dem Austrieb hat auch eine gewisse Nebenwirkung auf Gallmilben