Ätzschäden durch Flüssigdünger nicht mit Septoria verwechseln
Flüssigdünger erfreut sich steigender Beliebtheit, dabei wird AHL oft mit ASL gemischt um den Schwefelbedarf der Kultur zu decken. Dabei birgt die Ausbringung mit Flachstahldüsen ein hohes Verätzungsrisiko. Daher wird die Ausbringung in der Regel mit Flüssigdüngerdüsen oder Schleppschläuchen durchgeführt. Aber auch bei dieser Form der Flüssigdüngerausbringung kann es zu Ätzschäden kommen, wenn die Bestände bei der Ausbringung noch feucht sind oder die Ausbringung bei anderen ungünstigen Bedingungen erfolgt. Zwar sind bei leichten Verätzungen nur selten Mindererträge zu erwarten, oftmals werden leichte Verätzungssymptome jedoch mit Septoria Blattflecken verwechselt. Dies führt nicht selten zu unnötigen und somit kostspieligen Fungizideinsätzen.
Kontrollieren Sie daher Ihre Bestände regelmäßig nach der Flüssigdüngeranwendung auf Verätzungen an den Blättern. Hilfreich ist hierbei die Anlage eines Düngefensters. Dies muss nicht groß sein, es sollte aber deutlich markiert sein, um es sicher wieder zu finden.