Bei den Anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen auf optimale Einsatzbedingungen achten
Jetzt am langen Pfingstwochenende und in der kommenden Woche stehen einige Pflanzenschutzmaßnahmen an. Neben der Fungizidabschlußbehandlung in Weizen und Triticale steht die Unkrautbekämpfung im Mais bei vielen Betrieben auf der ToDo-Liste. Doch die Witterungsbedingungen verschlechtern sich erst mal gewaltig. Tagsüber wird der Wind böig auffrischen und die rel. Luftfeuchtigkeit sinkt kurz nach Sonnenaufgang sehr schnell. Zudem werden die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht zumindest bis zur Wochenmitte sehr hoch sein, was insbesondere für den Herbizideinsatz im Mais nicht optimal ist. Folgende Punkte sind beim Einsatz von Pflanzenschutzmaßnahmen zu beachten:
- Windgeschwindigkeit < 5 m/s (Außerhalb der Schlepperkabine)
- Temperaturen < 25°C
- Luftfeuchtigkeit > 60 %
- Wasseraufwandmengen >250 l/ha (zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann nicht durch höhere Wasseraufwandmenge kompensiert werden)
- Auf die Düsen abgestimmter Druck. Doppelflachstrahldüsen sind nie schlechter als Einfachflachstrahldüsen, häufig aber besser.
- Maisblätter trocken, beim Einsatz von Dicamba soll auch kein Wasser mehr in den Blatttüten liegen
- Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht beim Herbizideinsatz im Mais <15°C
- Ausreichend Abstand zur Nachbarfläche. Wenn die erste Maisreihe auf der Grenze steht, darf diese beim Abschreiten nicht mitgezählt werden
- Bei der Fusariumbehandlung im Getreide sehr feintropfig mit Doppelflachstrahldüsen applizieren, um eine optimale Benetzung der Ähre zu gewährleisten