Blattläuse nicht nur in Leguminosen - Weizenbestände unbedingt auf Befall kontrollieren

Die warme und trockene Witterung begünstigt das Auftreten von Blattläusen in Leguminosen und Getreide. Die Situation ist jedoch sehr unterschiedlich. Während in den Höhenlagen eher vereinzelt Blattläuse im Weizen zu finden sind, ist in den frühen und mittleren Lagen in machen Beständen der Bekämpfungsrichtwert deutlich überschritten. Und auch hier gibt es Schläge, in denen gar keine Blattläuse zu finden sind.

Bestandskontrollen sind unabdingbar!

Im Sommergerste, Hafer und vereinzelte auch in Wintergetreide ebenso Auftreten von Getreidehähnchen. Auf keinen Fall sollten pauschale Insektizidbeimischungen bei anstehenden Pflanzenschutzmaßnahmen erfolgen. Im Getreide wirken Pyrethroide gegen Blattläuse und Getreidehähnchen. Allerdings ist die Wirkung bei Temperaturen über 25 Grad kaum noch gegeben. Wenn nicht mehr gewartet werden kann bis die Temperaturen wieder kühler sind, müssen die Behandlungen in den sehr frühen Morgenstunden erfolgen. Der Tau an den Pflanzen stellt dabei kein Problem dar. Pirimor hat eine sehr gute Wirkung gegen Blattläuse in Getreide, erfasst aber keine Getreidehänchen. Pirimor hat keine Zulassung in Erbsen oder Bohnen.

Carnadine und Teppeki sind in Getreide ebenfalls gegen Blattläuse zugelassen, haben aber eine geringere Wirkung gegen das Getreidehähnchen.

In Erbsen sitzen die Blattläuse sehr versteckt und sind mit Pyrethroiden kaum zu erfassen (nicht nur wegen der Temperatur). Die in Erbsen zugelassenen Pyrethroide erfassen die versteckt sitzenden Blattläuse nur unzureichend. Danjiri hat in diesem Jahr eine "Notfallzulassung" in Erbsen, mit 0,2 l/ha. Dieses Produkt hat ein stärkeres Wirkungspotential gegen die Blattläuse in den Erbsen. Teppeki hat in diesem Jahr keine Notfallzulassung in Erbsen, jedoch eine reguläre Zulassung in Ackerbohne und Lupine.

Bekämpfungsrichtwerte

Erbse: 25 % befallener Triebe oder 10-15 Läuse pro Haupttrieb

Ackerbohne: 10 % Befallshäufigkeit

Getreide Blattläuse: 66 % Befallshäufigkeit am Fahnenblatt oder 33 % Befallshäufigkeit an der Ähre

Getreidehähnchen: 1,2 Larven pro Halm
Weitere Infos dazu finden Sie auch auf den ISIP-Seiten und in der WD-Broschüre

 

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