Ergebnisse der Aufwuchshöhenmessung 27.04.26
Zum Termin der dritten Aufwuchshöhenerfassung sind mittlerweile mit Olk, Friesenhagen und Schankweiler
die ersten Bestände gemäht worden. Am Standort Salmtal konnte zwar noch eine Probe gezogen werden, allerdings wurde dort auch am Montagmorgen mit der Mahd begonnen. Dies wird in dieser Woche auf einigen Standorten der Fall sein. Vor allem vor dem Hintergrund der sich am Wochenende ankündigenden Niederschläge ist das in den frühen Lagen eine gute Idee. Anders sieht es hingegen in den mittleren und späten Lagen aus. Hier sind die Bestände zum Teil noch lange nicht so weit entwickelt. Das ist auf die teils extremen Tag-Nacht-Schwankungen bei den Temperaturen zurückzuführen. Hinzu kommt dann auch standortbedingt ein schwer erwärmbarer Boden. Hier gilt es, die Ruhe zu bewahren. Bisher ist auf diesen Standorten selbst beim frühen deutschen Weidelgras noch keine Ähre zu sehen, was zeigt, dass es schlicht noch zu früh für eine Mahd ist.
Einsatz von Siliermittel
Mit Näherrücken des ersten Schnittzeitpunktes stellt sich die Frage der Futterkonservierung. Um die Grundfutterqualität zu sichern kann der Einsatz von Siliermitteln sinnvoll sein. Was für den Einsatz spricht, erläutert Till Kunkel vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel.
Für eine erfolgreiche Silierung und lagerstabile Silage ist der schnelle Abfall des pH-Werts auf unter pH 4,5 Voraussetzung. Dies geschieht durch die Umwandlung des Zuckers im Gras in Milchsäure. Die hierfür benötigten Milchsäurebakterien kommen natürlich auf Pflanzen vor (Epiphytische MSB). Der Gehalt der an natürlich auf dem Gras vorkommenden ist abhängig von der Umgebungstemperatur. Um eine ausreichende Anzahl von 100.000 KBE MSB/g Siliergut zu erreichen, sollte die Tagestiefsttemperatur an 3 Tagen 10°C 20 cm über dem Boden nicht unterschreiten. Bei den aktuell tiefen Nachttemperaturen kann es sinnvoll seine Milchsäurebakterien in Form von Siliermitteln zum ersten Schnitt hinzuzufügen.
Siliermittel werden nach ihrer Wirkrichtung unterteilt, die Wirkrichtung 1 (WR 1) ist vor allem für Grasaufwüchse geeignet und dient der Verbesserung der Vergärung. Die Wahl des richtigen Mittels hängt vom Pflanzenbestand, dem angestrebten Trockenmassegehalt (TM), der realisierten Verdichtung und dem geplanten Vorschub ab.
Das Landwirtschaftliche Zentrum in Aulendorf hat eine umfangreiche Entscheidungshilfe für den Einsatz von Siliermitteln erstellt (s. Abbildung 1).
Die Kosten für Siliermittel stehen in keiner Relation zu den Verlusten durch Verderb und den möglichen Folgekosten. Der Einsatz von Siliermitteln zum ersten Schnitt sichert kostengünstig den Konservierungserfolg ab.