Feldmaus auf dem Vormarsch
Die Feldmaus hat in den vergangenen Jahren kaum eine Rolle gespielt. Wenn überhaupt trat sie nur kleinräumig auf. Auch im vergangenen Herbst und Frühjahr wurden im Rahmen unseres Feldmausmonitorings kaum Flächen mit stärkerem Befall gefunden. Doch bereits zu beginn des Sommers hat sich die Situation geändert. Sehr häufig sah man ab Mai Feldmäuse auf den Feldwegen und Randstreifen. Zu echten Schäden kam es in den Kulturen nicht. Dennoch hat sich die Feldmauspopulation deutlich aufgebaut. Erste Schäden sind nun in dem sich wieder ergrünenden Grünland zu sehen. Bei genauerem Hinsehen findet man auch auf Stoppelfeldern zahlreiche Feldmausbaue. Während im Grünland nur eine Bekämpfung mit Giftweizen oder Giftlinsen mit Legeflinte zur Verfügung stehen, kann auf den Ackerflächen der Feldmausproblematik mit mehrmaliger und intensiver Bodenbearbeitung entgegengewirkt werden. Die Erfahrung aus vergangenen Starkbefallsjahren zeigt sehr deutlich, dass der Feldmausbesatz mit Zunahme der Bearbeitungsintensität abgenommen hat. Dies ist ein weiterer Grund nicht auf die Stoppelbearbeitung und Nacherntemanagement zu verzichten. Neben der Feldmausproblematik bringen diese Maßnahmen auch Vorteile gegenüber dem Ausfallgetreide- und Ungrasmanagement.