Frischgrasproben vom 20.04.26
Im Rahmen des Grünlandaufwuchsmonitorings wurden am Montag den 20.04.2026 parallel zur Aufwuchsmessung auch Frischgrasproben auf den verschiedenen Standorten gezogen. Diese Proben wurden vom LKS-Labor in Lichtenwalde auf ihre Qualität untersucht. Außerdem gibt das Labor eine Empfehlung für den optimalen Schnittzeitpunkt heraus. Dazu wird ein Rohfaserzuwachs von 4,5 g/kg TS pro Tag zugrunde gelegt, sodass aus der Differenz zwischen dem aktuellen XF-Gehalt und dem angestrebten XF-Gehalt (220 g/kg TS) auf die verbleibenden Tage bis zum optimalen Schnittzeitpunkt geschlossen werden kann. Beispielsweise wurde am Standort Pintesfeld 184 g XF/kg TS gemessen. Die Differenz bis zum optimalen Schnittzeitpunkt ist 36 g XF/kg TS, sodass bei einem prognostizierten Rohfaseranstieg von 4,5 g/kg TS pro Tag noch 8-10 Tage vergehen, bis der Rohfasergehalt die erforderlichen 220 g/kg TS erreicht hat. Hinzu kommen dann nach dem Schnitt noch Rohfaseranstiege durch Feldliegezeit, Erntedauer und Silierung von durchschnittlich 24 g/kg TS. Somit würde diese Silage einen Rohfasergehalt von 244 g/kg TS erreichen.
Die Methode des Rohfaseranstiegs bietet also die Möglichkeit näherungsweise zu bestimmen, wann in etwa das optimale Erntefenster erreicht ist. Trotzdem kann sich auch bei vergleichsweise hohen Rohfasergehalten zwischen 20 und 22% das Erreichen des optimalen Schnittzeitpunktes durch die Wetterlage noch etwas nach hinten verschieben. Hinzu kommt, dass die Bestände teilweise auch nicht repräsentativ für ihren Standort sein können. Ist beispielsweise der Wiesenfuchsschwanzanteil (Standort Salm alt) in der Grasnarbe sehr hoch, wirkt sich das natürlich auch steigernd auf den XF-Gehalt aus. Im Gegensatz dazu bleibt beim einem Klee und Weidelgras betonten Bestand, wie er ebenfalls in Salm zu finden ist (179 g XF/kg TS) noch genügend Zeit.