Früher Wachstumsregler im Raps - Gräserbekämpfung

Die Rapsbestände präsentieren sich regional sehr unterschiedlich. Je nach Saattermin, Bodenbearbeitung und Niederschlagsereignissen findet man Flächen in denen der Samen noch nicht gekeimt (oder vertrocknet) ist bis hin zum 4 bis 5 Blattstadium. Bestände die jetzt das 4 Blattstadium erreicht haben, sollten um den 20. September mit einem Wachstumsregler gegen Überwachsen geschützt werden. Diese Bestände leiden nicht unter Trockenheit und haben sich ausreichend etabliert. Das Wachstum der Bestände ist sehr unterschiedlich, weshalb auch pauschale Aufwandmengen schwierig sind. Je nach Standort 0,6-1,0 l/ha Folicur oder 0,5-0,8 l/ha Carax. Die Fungizide Leistung der Produkte tritt bei der Trockenheit in den Hintergrund.

In Beständen, die in ihrer Entwicklung noch weiter zurück sind, bedarf es jetzt noch keinem Wachstumsregler. Hier muss die weitere Entwicklung abgewartet und beobachtet werden. Viele solcher Bestände leiden unter der anhaltenden Trockenheit und zeigen starke Stresssymptome.

Weiterhin sind viele Rapsflächen mit Ausfallgetreide und anderen Gräsern zu finden. Dies stellt eine enorme Konkurrenz zu dem knappen Wasser dar und sollte umgehen beseitigt werden. In einigen Beständen wurde dies frühzeitig durchgeführt. Wie bereits in früheren Veröffentlichungen angekündigt, steht hier bei erneutem Auflaufen von Gräsern eine zweite Maßnahme an. Während bei der ersten Maßnahme oft nur das Ausfallgetreide beseitigt werden musste, kommt jetzt Ackerfuchsschwanz und Windhalm dazu. Insbesondere auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz oder jähriger Rispe sollte jetzt ein Clethodim-haltiges Produkt (0,5 l Select 240 + 1,0 l Radiamix, 1,0 l Evolution + 1,0 l Radiamix, 0,5 l VextaDim + 0,5 l Vexzone) zum Einsatz kommen. Ohne jährige Rispe Focus Aktiv Pack (2,0l + 1,0 l).

Beim Einsatz von Clethodim-haltigen Gräsermitteln muss ein Abstand von 5-7 Tagen zum Wachstumsregler eingehalten werden. Der Wachstumsregler verzögert den Abbau des Clethodim in der Rapspflanze, was unter ungünstigen Bedingungen zu Schäden am Raps führen kann. Achten sie darauf, dass die Gräsermittel im Raps jeweils nur einmal eingesetzt werden dürfen.

Eine gute Nachricht zum Schluss. Das Erdflohaufkommen ist bislang sehr gering. Insektizidmaßnahmen sind bislang nicht notwendig.

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