Gedanken zur Rapsaussaat 2026
Aufgrund der Erdflohproblematik halte ich einen Aussaattermin zwischen dem 17.08. und 25.08. für angebracht. Aber nur, wenn die Witterungsbedingungen einen sicheren Feldaufgang erwarten lassen. Leider scheint sich die Wetterlage bis dahin kaum zu verändern. Mit etwas Glück werden die Temperaturen in der kommenden Woche nicht mehr so hoch sein. Daher weiche ich von meiner o.g. Empfehlung ab. Es macht keinen Sinn, dass Rapssaatgut in den warmen Staub zu legen. Die Erfahrungen aus ähnlichen Jahren hat gezeigt, dass das Rapssaatgut bei sehr hohen Bodentemperaturen in eine Keimruhe fällt, die erst nach viel Niederschlag und längerer Zeit mit niedrigeren Bodentemperaturen endet.
Daher bleibt meine Empfehlung, in den Rapsfeldern zu arbeiten und sie so vorzubereiten, dass die Rapsaussaat unmittelbar vor dem erwarteten Wetterumschwung erledigt werden kann. Dabei ist es wichtig auch einmal tiefer in den Boden zu schauen. Kurzscheibeneggen sehen oberflächig oft gut aus, offenbaren aber in tieferen Schichten ihre Schwächen. Aber auch ein Grubber kann falsch eingesetzt werden. Es ist besser eine bestimmte Bearbeitungstiefe in zwei Überfahrten zu bearbeiten, als bei einer tiefen Bearbeitung Kluten an die Oberfläche zu holen, die bei der Saatbettbereitung nicht zerfallen.
Im Raps sind wir in der glücklichen Lage die Unkrautbekämpfung auch im frühen Nachauflauf oder auch noch ab dem 2-Blattstadium sicher durchführen zu können. Diesbezüglich können wir noch abwarten und situationsbezogen zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen.