Gelbrost in Triticale - Bestände kontrollieren

Ende letzter Woche wurde im Raum Bitburg der erste Befall mit Gelbrost in einem Triticalebestand der Sorte Lombardo entdeckt. Der Befall war schon weiter fortgeschritten und nicht auf einzelne kleine Nester beschränkt. Bei Gelbrost ist ein sofortiges Handeln nach Sichtbarwerden der ersten Nester notwendig. Kontrollieren Sie daher umgehend ihre Bestände. Prophylaktische Behandlungen sind nicht zielführend. Bei Befall ist der Einsatz eines Tebuconazol-haltigen Produkts für die Stoppwirkung notwendig. Mit einem Strobilurin (Azoxystrobin oder Pyraclostrobin) erzielt man eine lange anhaltende Wirkung. Der Einsatz eines reinen Prothioconazol-haltigen Produkts, erzielt weder eine ausreichende Stopp- noch eine ansprechende Dauerwirkung. Dieser Wirkstoff bringt jedoch bei einer Aufwandmenge von ca. 180-200 g/ha eine gute Wirkung gegen Halmbruch, was in vielen Beständen notwendig sein kann. 

Gezielte Maßnahmen gegen Halmbruch und vorhandenen Gelbrost bedürfen einer Kombination der o.g. Mittel bzw. Wirkstoffe. Beachten Sie jedoch die Zulassung der Tebuconazol-haltigen Mittel. Nicht alle sind in Triticale zugelassen.

 

 

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