Gräserbekämpfung kontrollieren - Nachbehandlungen planen

Nach der Aussaat des Wintergetreides wurde vielerorts die Gräserbekämpfung termingerecht im Vorauflauf durchgeführt. Bei den frühen Saaten Ende September wurde dabei oft in den „warmen Staub“ hinein appliziert. Jetzt, nach den Niederschlägen im Oktober, ist das früh gesäte Getreide aufgelaufen. Insgesamt fallen deutlich weniger Schäden an den Kulturen auf als in den vergangenen Jahren was sicher an besseren Aussaatbedingungen liegt. Allerdings findet man auf manchen Schlägen auch Ungräser zwischen den Getreidepflanzen. Ob diese Pflanzen noch ausreichend Wirkstoff aufnehmen und später absterben ist fraglich. Jetzt, wo sich die Ungräser erst im 1-Blattstadium befinden, wäre ein guter Zeitpunkt um mit 2,0 l/ha Trinity eine Nachbehandlung durchzuführen. Dies bietet sich insbesondere auf Standorten mit Resistenzen gegen die blattaktiven Wirkstoffe an. Allerdings muss dabei auf die Aufwandmenge von Diflufenican geachtet werden. Wurde z.B. Herold oder ähnliche Produkte eingesetzt, liegen auf der Fläche schon 120 g/ha Diflufenican. Mit 2,0 l Trinity kämen nochmals 80 g/ha Diflufenican hinzu, was zu stärkeren Aufhellungen beim Getreide führen kann. Hier bietet sich der Einsatz von je 1,0 l/ha Lentipur und Activus SC an. Diese Nachbehandlung muss jedoch zügig eingesetzt werden. Sobald die Ungräser das zweite Blatt schieben, sinkt die Wirkung rapide. Dann ist nur noch der Einsatz eines blattaktiven Herbizids möglich, was auf Resistenzstandorten problematisch ist.

Beim Einsatz von Chlortoluron (Lentipur) und Pendimethalin (Activus SC) unbedingt die Anwendungsbestimmungen einhalten.

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