Grünlandmonitoring ist gestartet - Grünlandaufwuchs 07.04.2026
Auch in diesem Jahr führt das DLR Eifel wieder das Grünlandaufwuchsmonitoring durch. Ab dieser Woche wird jeden Montag an ausgewählten Standorten des Beratungsbezirks der Aufwuchs der Grünlandflächen gemessen sowie ab dem 20. April eine Analyse der im Frischgras enthaltenen Qualitätsparameter durchgeführt. Die Kenntnis der Aufwuchshöhe kann eine erste Hilfestellung für die Ermittlung des optimalen Erntetermins geben, letztendlich entscheidend ist allerdings der Rohfasergehalt, der durch die Frischgrasanalyse erfasst wird. Außerdem kann über den Zuckergehalt der Proben eine Aussage über die Notwendigkeit des Einsatzes von Siliermitteln getroffen werden.
Diesjährige Standorte
Die Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz sind von vielen verschiedenen Natur- und Klimaräumen geprägt. Deshalb können auch keine pauschalen Empfehlungen für die Bewirtschaftung von Grünland getroffen werden. Um trotzdem jede Lage berücksichtigen zu können, wurden für das Grünlandaufwuchsmonitoring flächendeckend repräsentative Standorte in der Eifel (Abbildung 1) ausgewählt, an denen die Messungen durchgeführt werden. Hinzu kommen außerdem 4 Standorte des DLR Westerwald-Osteifel.
Auch in diesem Jahr sind deutliche Unterschiede zwischen den Standorten zu beobachten. Wie auch im vergangenen Jahr wurde der höchste Aufwuchs mit 21 cm in Berscheid gemessen. Dieser Wert wurde auch in Schankweiler erreicht. Überraschend ist hingegen die allgemeine Bestandesentwicklung über alle Standorte hinweg. Denn obwohl die Grünlandtemperatursumme von 200 °C im Mittel fast 2 Wochen früher erreicht wurde, haben sind die Bestandeshöhen noch nicht dementsprechend entwickelt. Allerdings ist bei dem kräftigen Temperaturanstieg in dieser Woche auch eine deutliche Steigerung der Zuwächse zu erwarten.