Jetzt die warme Witterung nutzen um noch Unkräuter im Raps zu bekämpfen - Mit der Schädlingsbekämpfung kombinieren
In einigen Rapsschlägen war die Unkrautbekämpfung nicht so erfolgreich. Aber nicht alle Unkräuter, die jetzt noch zwischen dem Raps stehen, müssen bekämpft werden. Ehrenpreis, Vogelmiere, Ackerstiefmütterchen und andere bleiben im Wuchs eher klein bzw. werden vom Raps unterdrückt. Kamille und Klettenlabkraut dagegen können bei der Ernte Schwierigkeiten bereiten und das Erntegut stark verunreinigen bzw. führen zu erhöhten Feuchtegehalten.
Für die erste Märzwoche sind Temperaturen deutlich über 15 Grad gemeldet. Zudem beginnt der Raps jetzt erst mit dem Wachstum. Beste Voraussetzungen die Unkräuter noch zu treffen, denn die Herbizide die jetzt noch zum Einsatz kommen können, wirken nur über das Blatt.
Nach den Wetteraussichten scheinen der Dienstag und Mittwoch vom Wind her die besten Tage für Pflanzenschutzmaßnahmen zu sein.
Gegen Kamille und Kornblume bietet sich Lontrel mit 0,2 l/ha an. Eine etwas breitere Palette an Unkräutern erfasst Korvetto mit 1,0 l/ha. Beide Herbizide sind mit Pyrethroiden gegen die Stängelschädlinge und mit Bor mischbar.
Wirkungsspektrum von Korvetto:
Sehr gut–gut bekämpfbar: Kamille-Arten, einschl. Acker-Hundskamille, Acker-Kratzdistel, Klettenlabkraut, Kornblume, Weißer Gänsefuß, Taubnessel-Arten, Erdrauch, Klatschmohn, Kleiner Storchschnabel, Schlitzblättriger Storchschnabel, Rundblättriger Storchschnabel, Gemeines Kreuzkraut, Besenrauke, Hunds-Petersilie, Gefleckter Schierling
Weniger gut bekämpfbar (Teilwirkung): Weicher Storchschnabel, Hundskerbel
Nicht ausreichend bekämpfbar: Ehrenpreis-Arten, Acker-Stiefmütterchen, Vogelmiere, Hirtentäschel, Wegrauke, Ausfallgetreide und andere Gräser-Arten
Auf den Einsatz von Effigo solle im Frühjahr verzichtet werden, da es den Raps negativ im Wachstum beeinträchtigt und somit Ertrag kosten kann.