Letzte Fungizidmaßnahmen in Getreide

Die Getreidebestände präsentieren sich zurzeit bis auf wenige Ausnahmen, sehr gesund. In den frühen und mittleren Lagen ist der Weizen schon durch die Blüte durch. Von daher stehen hier keine Fungizidmaßnahmen mehr an. In den Höhenlagen ist der Weizen kurz vor der Blüte bzw. in der Blüte. Bei entsprechenden Risikobedingungen (Vorfrucht Mais oder Getreide, anfällige Sorte) birgt die momentane Witterung ein erhöhtes Fusariumrisiko. Um eine Fusariuminfektion zu verhindern sind die Zeitfester sehr eng. Es kann nur 1,5 Tage rückwirkend bzw 2 Tage Protektiv mit Wirkungen gerechnet werden. Bei Allen anderen Krankheiten wie Rost natürlich länger. 

Die Hauptleistung kommt von den Azolen. Da die Blütenbehandlung von der Benetzung mit am schwersten ist haben gut formulierte Produkte wie z.b Prosaro, Navura, Magnello. Genauso gut jedoch breiter in der Wirkung sind z.b Univoq, Input cl oder ähnliches. 

Bei eigenen Mischungen sollte ein Sprayter hinzu gemischt werden (siehe WD-Broschüre, Seite 97, Produkte, die für Insektizide empfohlen werden). Getreidehähnchen und Blattläuse sind in der Höhenlage eher selten zu finden. Gezielte Behandlungen stehen hier nicht an.

Die Sommergerste beginnt in den Höhenlagen mit dem Grannenspitzen bzw. ist am Ährenschieben. Fungizideinsätze in Sommergerste sind selten wirktschaftlich. Zur Absicherung reichen daher meist 50 % der Aufwandmenge. Wird ein Folpan gegen Ramularia eingesetzt, muss jedoch die volle Aufwandmenge von 1,5 l/ha Folpan zum Einsatz kommen.

 

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