Maiszünsler: Larvenschlupf hat begonnen

Die Beobachtungen an den Monitoringstellen des DLR Eifel zeigen, dass im Saargau der Larvenschlupf des Maiszünslers begonnen hat. Auf Flächen mit relevantem Befall ist damit grundsätzlich der Zeitpunkt erreicht, an dem eine gezielte Bekämpfung der jungen Larven noch möglich wäre.

Dieser Hinweis ist ausdrücklich nicht als allgemeiner Aufruf zu einer Insektizidbehandlung im Mais zu verstehen. Auf den regelmäßig angefahrenen Monitoring-Feldern in den übrigen Regionen des Dienstbezirks wurden bislang nur vereinzelt oder überhaupt keine Eigelege gefunden. Eine mögliche Behandlung betrifft daher ausschließlich einzelne Flächen.

Auch dort ist eine Maßnahme nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Viele Maisbestände leiden stark unter der Trockenheit und werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen gehäckselt. In diesen Beständen bleibt den Larven häufig nicht genügend Zeit, um bis zur Ernte einen wirtschaftlich relevanten Schaden zu verursachen.

Eine Behandlung kann allenfalls auf ausreichend vitalen Beständen in günstigen Lagen in Betracht gezogen werden, bei denen noch von einer längeren Vegetationszeit auszugehen ist. Zusätzlich muss der Bekämpfungsschwellenwert von mindestens fünf Eigelegen je 100 Pflanzen erreicht oder überschritten sein.

Die Witterungsbedingungen für eine mögliche Behandlung sind in dieser Woche günstiger als in der vergangenen Woche. Die moderateren Temperaturen bieten bessere Voraussetzungen für eine wirksame Anwendung. Diese müsste möglichst zu Beginn des Larvenschlupfs erfolgen, da die jungen Larven vor dem Einbohren in die Maispflanze erfasst werden müssen.

Bitte kontrollieren Sie gefährdete Bestände sorgfältig und prüfen Sie kritisch, ob Befallsstärke, Vitalität, voraussichtlicher Erntetermin und verbleibende Vegetationszeit eine Behandlung tatsächlich rechtfertigen. Beachten Sie bei jeder Anwendung die Zulassungsvorgaben und Auflagen der eingesetzten Pflanzenschutzmittel.

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