Rapserdfloh in Winterraps

Zu Beginn der zweiten Septemberhälfte sind nun auch die Erdflöhe in die Rapsbestände eingeflogen und beginnen mit ihrem Reifungsfraß. Dieser äußert sich durch einen Lochfraß in den Blättern. Sobald der Raps 2 bis 3 Laubblätter ausgebildet hat, führt dies kaum mehr zu einem Schaden. In diesen Beständen muss Ende Oktober die Larvenentwicklung in den Pflanzen kontrolliert und ggf. Maßnahmen durchgeführt werden.

Etwas schlechter sieht es für die Bestände aus, die sich erst im Keimblattstadium befinden, oder aufgrund der Trockenheit erst sehr kleine Laubblätter entwickelt haben und kaum Wachstum zeigen. Aufgrund der Resistenzsitzution sind Pyrethroide fast wirkungslos und die Wirkung der "Larvenmittel" Carnadine, Minecto Gold oder Exirel auf die erwachsenen Käfer ist ebenfalls eher gering. Es bleibt also nur auf den ersehnten Regen zu hoffen, so dass die kleinen Rapspflanzen davon wachsen können. Empfehlungen z.B. Carnadine mit einem Pyrethroid zu mischen, kommen wohl aus Regionen in denen "nur" eine KdR-Resistenz vorherrscht. In Rheinland-Pfalz herrscht aber eine super-KdR-Resistenz vor, welche deutlich ausgeprägter ist. In Versuchen brachte diese Mischung nicht den gewünschten Erfolg.

Die von uns bislang beobachteten Schäden halten sich noch in Grenzen. Der Bekämpfungsrichtwert für den Lochfraß im Keimblattstadium (10% Lochfraß) ist selten erreicht. Das der Raps nicht weiter wächst liegt wohl eher am fehlenden Wasser. Ob die Düngungsmaßnahme, welche für die letzten Septembertage empfohlen wurde dem Raps noch helfen kann, hängt ebenfalls vom Niederschlag ab. Die Stickstoffdüngung muss jedoch bis zum 1.10. abgeschlossen sein.

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