Spurennährstoffdüngung im Getreide bis Schossbeginn abschließen
Bei den Felderbegehungen taucht immer wieder die Frage nach Spurennährstoffdüngung auf. Während es für Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Kali und Magnesium rel. klare Bedarfswerte gibt, sind die Zahlen die man für Spurennährstoffe findet teils stark schwankend. Zudem müssen die Gehalte der Spurennährstoffe bei den vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen nicht mit untersucht werden. Kaum jemand macht es freiwillig. Auch Pflanzenuntersuchungen werden selten durchgeführt, um herauszufinden welche der Spurennährstoffe auf dem Standort im Mangel sind.
So neigen viele dazu einen Spurennährstoffcocktail einzusetzen, um möglichst viele Nährstoffe abzudecken. Hierzu werden auch zahlreiche Produkte angeboten. Diese sollte man sich jedoch genauer anschauen. Ein wichtiger Faktor ist der Preis in Verbindung mit den Nährstoffgehalten. Ein Vergleich der verschiedenen Produkte lohnt sich.
Grundsätzlich kann man folgendes festhalten. Wenn die pflanzenbaulichen Grundsätze nicht eingehalten werden und man bei Phosphor und Kali nicht das notwendige getan hat, kann man mit Spurenelementen auch nichts erreichen. Ein anderer Punkt ist der Einsatztermin. Die Düngung von Spurenelementen sollte bis zu Beginn der Schossphase abgeschlossen sein. Das zumischen zu Fungiziden ist oft möglich, kommt aber meistens zu spät. Generell ist die Mischbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und Spurenelementdüngern im Vorfeld abzuklären. Da kann einiges schief gehen.
Im Anhang finden Sie einen Artikel der Kollegin Julia Nick vom DLR RNH