Stechapfel (Datura stramonium) auf landwirtschaftlichen Flächen
Im Beratungsgebiet des DLR Eifel noch eher selten aber dennoch treten immer wieder Einzelfunde einer Pflanze auf, die wenn sie sich einmal etabliert hat, sehr große Probleme bereiten kann.
Zuletzt hörte ich von mehreren Pflanzen im Raum Helfant, auf dem Saargau. Sollten Sie solche Pflanzen auf Ihren Flächen finden, sollten Sie diese umgehend vernichten. Dazu reicht es nicht diese nur herauszuziehen. Am besten werden sie verbrand oder in verschlossenen Plastiksäcken dem Restmüll zugeführt. Auf keinen Fall auf den Grüngutplatz oder Kompost gelangen lassen.
Die Pflanze ist in allen Teilen extrem giftig. Sie enthält Tropanalkaloide wie Atropin und Scopolamin. Beim Ernten kann der giftige Pflanzensaft auf das Erntegut übergehen. Der Stechapfel tritt häufig in Sommerungen wie Mais, Soja, Hirsen, Buchweizen und Sonnenblumen auf. Je nach Verwendung des Erntegutes besteht Gefahr sowohl für den Menschen als auch für Vieh. Die Pflanze sollte nur mit geeigneten (dicke Gummihandschuhe) Handschuhen angefasst werden.
Hat die Pflanze einmal ausgesamt, ist die Fläche auf lange Jahre hin mit diesem Unkraut „versaut“.