Trespenbekämpfung
Leider haben die im Herbst eingesetzten Gräserherbizide keine Wirkung auf Trespen, sodass diese häufig im Frühjahr nachbehandelt werden müssen. Oft reicht jedoch eine Randbehandlung, um ein weiteres Einwandern in die Fläche zu verhindern. Während die Roggentrespe leicht zu bekämpfen ist, sieht das bei der Tauben- und allen anderen Trespenarten anders aus. Eine Wirkung gegen Trespen haben fast alle Gräserherbizide aus der Wirkstoffgruppe 2 (Sulfonylharnstoffe, ausgenommen der Wirkstoff Iodusulfuron im Husar oder Incelo). Gegen Trespen sind hohe Aufwandmengen notwendig. Jedoch sind nicht alle Produkte mit den hohen Aufwandmengen in allen Getreidearten zugelassen. In Wintergerste sind Trespen nicht zu bekämpfen, da die wirksamen Herbizide in Gerste nicht verträglich sind.
Gegen Trespen sind folgende Aufwandmengen der Gräserherbizide notwendig
Atlantis Flex 330 g/ha + 1,0 l/ha Biopower
Avoxa 1,8 l/ha
Broadway 60 g/ha + 1,0 l/ha FHS
Niantic u.ä. 500 g/ha + 1,0 l/ha FHS
Attribut ist etwas schwächer in der Wirkung gegen Trespe uns sollte daher im Splitting angewendet werden 60 g/ha und 5-7 Tage später 40 g/ha. Die Wirkung wird nochmals etwas verstärkt, wenn Attribut in reinem AHL oder mit Zusatz eines FHS eingesetzt wird.
Gegen die Roggentrespe kann die Aufwandmenge um ca. 20 % reduziert werden. Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn man sicher ist, dass es sich um Roggentrespe handelt.
Trespen an sich erkennt man im frühen Stadium (bis Schossbeginn) an der deutlichen Behaarung der Blätter. Die Unterscheidung um welche Trespenart es sich handelt ist in der Jugendentwicklung jedoch schwierig.