Update Rapsschädlinge Anfang Oktober
Der Zuflug der Rapserdflöhe hat seinen Höhepunkt überschritten. Die Bekämpfungsrichtwerte sind an fast allen Fallenstandorten überschritten. Das heißt jedoch nicht das jetzt unmittelbar gehandelt werden muss. Ohnehin ist es vollkommen sinnfrei gegen die erwachsenen Erdflohkäfer ein Pyrethroid einzusetzen. Die Resistenz gegenüber dieser Wirkstoffgruppe ist derart ausgeprägt das keine Wirkung mehr zu erwarten ist. Diese Aussage wird durch die neusten Resistenzuntersuchungen bestätigt. Die Bestände, die noch sehr klein sind und kaum Wachstum zeigen leiden mehr unter der Trockenheit als unter dem Fraß der Erdflöhe. In den nächsten Tagen wird der Rapserdfloh seinen Reifungsfraß abgeschlossen haben und zur Eiablage übergehen. Wir werden die Larvenentwicklung an den Fallenstandorten weiter im Auge behalten und regelmäßig kontrollieren.
Bei den Gelbschalenkontrollen zwischen dem 5. und 7. Oktober wurde der Flugbeginn des schwarzen Kohltriebrüsslers festgestellt. In den Höhenlagen wurde an einigen Fallen der Bekämpfungsrichtwert erreicht. Auch hier gilt es Ruhe zu bewahren. In den kommenden Tagen werden noch weitere Tiere hinzukommen. Die gegen den schwarzen Kohltriebrüssler einzusetzenden Mittel aus der Gruppe der Pyrethroide haben nur wenige Tage Wirkdauer. Da der schwarze Kohltriebrüssler einen Reifungsfraß von gut 2 Wochen durchläuft, bevor er zur Eiablage kommt, ist noch etwas Zeit. Hinzu kommt, dass anders als die Frühjahrsschädlinge die Eiablage nicht binnen weniger Tage stattfindet, sondern sich über einen längeren Zeitraum bis ins Frühjahr hinein hinzieht. Bei weiterem Zuflug sollte eine Maßnahme in der zweiten Oktoberhälfte ab dem 20.Oktober eingeplant werden. Diese Maßnahme kann mit Wachstumsreglern und einer Bordüngung kombiniert werden.
Weitere Infos zu diesem Thema erhalten Sie immer wieder auf der ISIP-Seite. Bis dahin werden auch die ersten Ergebnisse der Larvenbonituren zur Verfügung stehen.
Dieser Hinweistext bezieht sich auf die Situation im Beratungsgebiet des DLR Eifel. In anderen Regionen von Rheinland-Pfalz kann sich ein anderes Bild zeigen.