Update zum Gelbschalenmonitoring im Beratungsgebiet des DLR Eifel

Die Fänge von Rapserdflöhen in den Gelbschalen haben in den letzten Tagen stark zugenommen. Dabei ist festzuhalten, dass die höchsten Fangzahlen in den Beständen zu finden waren, welche bereits weiter entwickelt sind und schon 4-7 Laubblätter gebildet haben. Hier wurde der BRW teilweise schon deutlich überschritten. Das heißt jedoch nicht das jetzt ein Insektizid eingesetzt werden muss. Diese Bestände haben sich etabliert und werden vom Erdfloh nicht mehr „aufgefressen“ Hier bleibt abzuwarten wann die Eiablage und Larvenentwicklung stattfindet. Erst dann sollte mit entsprechenden Insektiziden gegen die Larven vorgegangen werden.

In den weniger weit entwickelten Beständen wurden zwar deutlich weniger Tiere in den Gelbschalen gefangen, dafür findet man hier deutlich mehr Lochfraß an den noch kleinen Blättern. Diese Bestände leiden aber weniger unter dem Rapserdfloh als mehr unter der anhaltenden Trockenheit. Wenn am Donnerstag kein Regen kommt, würden die Bestände auch nicht viel besser wachsen, wenn wir ein wirksames Insektizid hätten. Kommt ausreichend Niederschlag werden die Bestände dem Erdfloh zügig davon wachsen. Allerdings sind diese Bestände schon so weit durch die Trockenheit geschädigt, teilweise schon vertrocknet, dass sie wohl sehr lückig bleiben. Hier muss später im Herbst oder Frühjahr entschieden werden, ob und wie die Bestände weitergeführt werden können.

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