Upps, die Disteln im Mais sind doch nicht bekämpft

Nach der Maisernte kann man gut erkennen, welchen Erfolg die Unkrautbekämpfung im Mais hatte. In der Regel wurden die einjährigen Unkräuter gut erfasst, aber bei den Wurzelunkräutern wie Distel, Ampfer und Winden sieht das häufig anders aus. Auch Queckenester sind vielerorts jetzt nach der Ernte zu finden. Da die Maisernte in diesem Jahr recht früh war, dürfte genügend Zeit bleiben noch vor der Weizenaussaat einen Versuch zu starten die Wurzelunkräuter zu bekämpfen. Allerdings macht es keinen Sinn unmittelbar nach der Maisernte mit einem zugelassenen Glyphosat-haltigem Produkt oder Keyleo diese Wurzelunkräuter zu behandeln. Oft sind die Pflanzen noch grün, zeigen aufgrund der heißen Sommerwitterung kein Wachstum. Daher ist es schwer genügend Wirkstoff in die Pflanzen zu bekommen. Mit einer Behandlung sollte man abwarten, bis die Pflanzen neue Blätter gebildet haben. Eine Stoppelbehandlung mit dem Mulcher ist nicht von Nachteil. Sobald die Pflanzen wieder ausgetrieben sind und eine Wuchshöhe von ca. 15 cm haben kann die Maßnahme erfolgen. Um eine Nachhaltige Wirkung zu erzielen, sollte nach der Behandlung 14 Tage mit einer Bodenbearbeitung gewartet werden. 

Da sich die Wurzelunkräuter hauptsächlich über Rhizome verbreiten und diese nicht immer aktiv sind, reicht eine einmalige Behandlung in der Regel nicht aus. In der Folgekultur sollte unbedingt die Notwendigkeit eine Folgemaßnahme geprüft und ggf. durchgeführt werden.

 

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