Vereinzeltes Auftreten von Verzwergungsviren in Wintergerste
In den letzten Tagen wurden hin und wieder zurückgebliebene und gelbe Gerstenpflanzen in den Beständen beobachtet. Dabei handelt es sich um Pflanzen die von Verzwergungsviren befallen sind. Die Übertragung erfolgte im Herbst durch Blattläuse (Gelbverzergungsvirus) oder Zikaden (Weizenverzwergungsvirus). Da es sich bei den Funden lediglich um Einzelpflanzen bzw. wenige Pflanzen in einem Befallsnest handelt, muss nicht von einer Ertragsdepression ausgegangen werden. Die Nachbarpflanzen werden den Verlust ausgleichen.
Bei unseren Felderbegehungen trat die Frage auf, warum man diese Symptome auch in Verzwergungsvirus-resistenten Gerstensorten finden würde.
Die Antwort liegt in der Art der Resistenz. Diese Sorten sind lediglich gegen das Gelbverzwergungsvirus resistent, nicht aber gegen das Weizenverzwergungsvirus. Der Unterschied zwischen den beiden Virosen ist im Feld kaum erkennbar und sicher nur über einen Labortest zu bestimmen. Da die Resistenz gegenüber dem Gelbverzwergungsvirus eine sehr sichere Resistenz darstellt, ist in solchen Fällen davon auszugehen, dass es sich um das Weizenverzwergunsvirus handelt.
Gegenmaßnahmen sind jetzt keine mehr möglich.