Wachstumsreglereinsatz und Abschlußbehandlung in Wintergerste nicht verpassen

Die Niederschläge in der Nacht zum Sonntag und die Temperaturen in diese Woche werden die Vegetation und insbesondere das Wachstum der Wintergerstenbestände stark vorantreiben. Die Niederschläge waren ausreichend für weitere Infektionen von Rhynchospoirum, Netzflecken und Zwergrost. 

Viele Betriebe haben sich in diesem Jahr für eine „Einmalbehandlung“ in der Wintergerste entschieden, um die Bestände vor Krankheiten, Lager sowie Halm- und Ährenknicken zu schützen. Diese Behandlung sollte in EC 37-39 erfolgen. Dies ist der Termin, bei dem durch den Einsatz eines Wachstumsreglers noch ein positiver Effekt auf die Standfestigkeit und Strohstabilität erreicht wird. Weiterhin können die Bestände durch den Einsatz einer Kombination aus Carboxamid-, Azol- und Strobilurinwirkstoffen (Beispiele sind: Ascra Xpro, Revitrex + Comet, Elatus Era Folpan, Jordi Power uva.) wirksam und langanhaltend gegen Blattkrankheiten geschützt werden. Diese Behandlung sollte noch in dieser Woche erfolgen. Die Anwendung von reinen Prothiconazolprodukten ist wegen der geringen Dauerwirkung nicht empfehlenswert. Die Zugabe von 1,5 l/ha Folpan o.a. Folpet- haltigen Produkten schützen speziell vor Ramularia. Eine große Auswahl an Fungiziden finden Sie in unserer Warndienstbroschüre ab Seite 24.

Für Betriebe, die eine „Zweifachstrategie“ in der Gerste bevorzugen und bereits eine Fungizid-/Wachstumsreglermaßnahme eingesetzt haben, sollten im Stadium 39/49 nochmals eine Nachkürzung mit Camposan Top oder Cerone 660 durchführen. Die Aufwandmengen betragen in zz. Sorten 0,2-0,25 l/ha und in mz. Sorten 0,25-0,3 l/ha. Die Auswahl der Fungizide ist analog der Einmalbehandlung. Achten Sie bei den Aufwandmengen die für die Wintergerste empfohlenen Mengen, diese sind niedriger als im Weizen.

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