Wichtige Pflanzenschutzmaßnahmen zügig erledigen

Schaut man sich den Wetterbericht für die kommenden Tage an, so verbleibt nicht viel Zeit noch ausstehende Pflanzenschutzmaßnahmen unter günstigen Bedingungen durchzuführen.

Wie bereits in früheren Hinweistexten beschrieben, sollte in den nächsten Tagen eine gezielte Bekämpfung des schwarzen Kohltriebrüsslers erfolgen. Dazu bieten sich Produkte aus der Gruppe der Pyrethroide an. Diese Maßnahme kann mit noch ausstehenden Maßnahmen gegen Gräser und Unkräuter, sowie mit Wachstumsreglern kombiniert werden. Auch zu den Wachstumsreglern gab es in den vergangenen Tagen schon Empfehlungen hier auf den ISIP-Seiten. Eine Bordüngung kann ebenfalls jetzt erfolgen. Bei der Verwendung von Markenprodukten mit guter Formulierung bei den Pyrethroiden, spielt die pH-Wertanhebung der Spritzbrühe durch den Bordünger keine Rolle. 

Die Maßnahme gegen den schwarzen Kohltriebrüssler ist auch in Beständen notwendig, bei denen noch nicht sicher ist, ob sie den Winter überstehen. Lässt man die Maßnahme weg, erhöht sich das Auswinterungsrisiko.

Bei Bestandskontrollen in der vergangenen Woche haben wir noch keine Larven des Rapserdflohs festgestellt. Für gezielte Maßnahmen mit Minecto Gold + Hasten oder mit Exirel ist es noch zu früh. Eigene Bestandskontrollen sind notwendig um den optimalen Einsatztermin für die "Larvenmittel" zu ermitteln.

Neben den dringenden Maßnahmen im Raps steht ebenfalls der Herbizideinsatz gegen Ackerfuchsschwanz an. Die Flächen, die in der vergangenen Woche gesät wurden, sollten zu Beginn der Woche noch mit den entsprechenden Vorauflauf Herbiziden gegen Ackerfuchsschwanz behandelt werden. Auf Flächen mit starkem Ackerfuchsschwanzdruck, welche bereits behandelt wurden und der Bestand jetzt im 1-Blattstatium ist, kann mit 2,0 l/ha Trinity jetzt noch eine Nachbehandlung erfolgen. 

In den Windhalmregionen laufen die Getreidebestände ebenfalls auf. Auch hier stehen die Herbizidmaßnahmen jetzt an.

 

Autoren

Tags

Hinweisdienste