Wo sind bloß die Gelbschalen?

Im Moment sind die Temperaturen noch recht niedrig, doch das wird sich bald ändern. Sobald die Tageshöchsttemperaturen an die 10° Marke kommen, sollten die Gelbschalen zur Überwachung der Rapsstängelschädlinge aufgestellt werden. Dieser Termin kommt für viele immer unverhofft, wodurch häufig die Gelbschalen zu spät aufgestellt werden. Am besten fangen die Eckigen „Syngenta Schalen“ mit den Maßen 33 x 26 cm. Runde Schalen sind deutlich kleiner und häufig mit schwarzem Schriftzug versehen, was die gelbe Fläche noch weiter verringert. Weiterhin müssen die Schalen ein kräftiges gelb haben. Schalen die bereits eine Saison im Feld standen sind verblasst und wirken nicht mehr so anlockend wie neue Schalen.

Jetzt ist es noch früh genug sich um die richtigen Schalen zu kümmern.

Die Schalen sollten ca. 25-30 Meter im Feld stehen und so aufgestellt sein, dass sie stets den Bestand überragen. Der Standort hat großen Einfluss auf die Fängigkeit der Schalen. Um eine belastbare Aussage für einen Schlag zu erhalten, sollte auf jeder Seite des Schlages eine Gelbschale stehen. Oder Sie nehmen die Werte aus dem Gelbschalenmonitoring der DLR mit zu Rate. Diese finden Sie hier auf dem ISIP-Portal. Registrierte Nutzer können sich die einzelnen Bonituren und ihren Verlauf anzeigen lassen. Zum Schutz anderer Insekten wie Bienen und Hummeln müssen die Schalen mit einem Gitter mit der Maschenweite von max.1 x 1 cm abgedeckt sein. Dadurch fangen sie zwar schlechter, dieser Umstand ist bei der Festlegung der Bekämpfungsrichtwerte jedoch schon berücksichtigt. 

Selbstverständlich müssen die Schalen mit Wasser gefüllt werden. Um die Oberflächenspannung zu lösen ist es ratsam ein paar Tropfen Spülmittel hinzuzugeben. 

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