Erdflohbefall im Winterraps: Jetzt Bestände aufmerksam kontrollieren
Aufgrund der warmen Witterung ist derzeit ein teilweise intensiver Zuflug von Erdflöhen zu beobachten. Die Bonituren vom 30.09. zeigen zwischen den einzelnen Standorten deutliche Unterschiede im Befallsdruck. Die höchsten Werte wurden in Unzenberg mit 105, Mannebach mit 97, Sabershausen mit 87 und Schönborn mit 85 Erdflöhen festgestellt. In Kappel und Laufersweiler wurden jeweils 69 Erdflöhe, in Mörsdorf 57 und in Kludenbach 42 Erdflöhe bonitiert. Niedrigere Werte zeigten sich in Dudenroth mit 37 und Laubach mit 10 Erdflöhen.
Die Schadschwelle von 50 Käfern in der Gelbschale innerhalb von drei Wochen ist damit an mehreren Standorten bereits überschritten. Da der Erdfloh zunächst einen Reifefraß durchführt, bevor die Eiablage beginnt, sollte bei gut entwickelten Beständen mit mehr als drei Blättern zunächst noch 5 bis 10 Tage mit einer Behandlung gewartet werden. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind einige Bestände jedoch noch sehr klein und entsprechend empfindlich. Hier sollte der aktuelle Zuflug besonders kritisch beurteilt werden. Bei intensivem Lochfraß und zunehmender Schädigung der jungen Pflanzen ist eine zeitnahe Behandlung zu prüfen.
Die Bestände sollten weiterhin regelmäßig kontrolliert und die Entwicklung der Schädlinge beobachtet werden.