Zuckerrüben im Fokus: Zunehmendes Zikadenaufkommen und erste Mehltauinfektionen
Schilfglasflügelzikade: zunehmendes Aufkommen im Rhein-Hunsrück-Kreis
Die Ergebnisse des landesweiten Monitorings zeigen seit mehreren Wochen eine kontinuierliche Zunahme des Aufkommens der Schilfglasflügelzikade (SGFZ) auch im Rhein-Hunsrück-Kreis. Alle aktuellen Einzelfänge können ISIP entnommen werden. Auf Grundlage der aktuellen Monitoringergebnisse wird die Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade im Rhein-Hunsrück-Kreis ab sofort freigegeben. Grundlage hierfür sind die Ergebnisse des amtlichen Monitorings sowie die im Warndienst 18/2026 beschriebene Bekämpfungsstrategie für Übergangsregionen.
Erste Mehltauinfektionen in Zuckerrüben
Aktuell treten die ersten Mehltauinfektionen in Zuckerrüben auf. Echter Mehltau entwickelt sich bei Temperaturen zwischen 15 und 30 °C, das Optimum liegt bei 25 °C. Besonders förderlich sind trockenes, warmes Wetter und stark wechselnde Tag- und Nachttemperaturen. Erste Symptome sind grauweiße Pusteln auf der Blattoberfläche, die sich später zu einem flächigen, mehlartigen Belag entwickeln. Ein früher Befallsbeginn im Juli wirkt sich dabei stärker auf den Ertrag aus. Je nach Befallsstärke und Infektionszeitpunkt können Ertragsverluste von etwa 5 % bis über 15 % auftreten.
Die Bestände sollten daher jetzt regelmäßig kontrolliert werden. Bei fortschreitendem Befallsverlauf ist eine rechtzeitige Fungizidbehandlung einzuplanen.