Bekämpfung von Ausfallgetreide und Co. auf der Stoppel

Wird damit zu lange gewartet, entsteht eine grüne Brücke, die Virus übertragenden Blattläusen sowie Schnecken und Krankheiten als Überdauerungsmöglichkeit dient.
Bei Wurzelunkräutern wie Quecke, Winde, Disteln, Schachtelhalm ist eine chemische Bekämpfung sinnvoll und dauerhafter.

Für die chemische Bekämpfung sind oft 1800 g/ha Wirkstoff (Glyphosat) nötig. Ein Netzmittel oder 5 – 10 kg/ha SSA verbessert die Wirkung

Die Wasseraufwandmenge sollte 200 l/ha nicht überschreiten. Nach Glyphosateinsatz 10 bis 14 Tage warten, bevor die Bodenbearbeitung durchgeführt wird. Insbesondere gegen Disteln muss unbedingt die jeweils vom Hersteller empfohlene volle Aufwandmenge eingesetzt werden.

Das Produkt Kyleo (Glyphosat + 2,4) mit 5 l/ha erzielt gegen Wurzelunkräuter, insbesonder Ackerwinden, deutlich bessere Wirkung als reine Glyphosatpräparate.

Wurzelunkräuter sollten zum Bekämpfungstermin eine Höhe von 8-15 cm erreicht haben.

Auf Grund der Bodenwirkung des 2,4 im Kyleo müssen folgende Wartezeiten zur  Folgekultur eingehalten werden: Getreide: 3 Tage, Gräser: 7 Tage, Zwischenfrucht-Senf, Phacelia, Luzerne, Klee-Arten: 14 Tage, Raps: 28 Tage, Gemüse: 60 Tage

Speziell gegen Winden kann alternativ auch nachhaltig mit 1,8 l/ha Starane XL behandelt werden.