Vereinzelt hellen Rüben auf, ist das schon SBR oder Stolbur ?

Schilfglasflügelzikade in Zuckerrüben

In den vergangenen 2 Wochen verzeichnen wir einen deutlichen Rückgang in unseren Fallen. Derzeit werden nur noch einzelne Exemplare gefangen. Die Fallen stehen sowohl im Spritzfenster als auch auf der behandelten Fläche. 

Für unsere, als auch andere Regionen kann man feststellen: 
a) Der Hauptzuflug war Ende Juni - Anfang Juli. 
b) Die Fangzahlen in behandelt/unbehandelt unterschieden sich dabei nicht groß. 

Daher ist anzunehmen, dass die Spritzmaßnahmen keinen direkten Einfluss auf die Fangrate hatten. Das heißt jedoch noch nicht, dass wir durch die Behandlungen keine Effekte auf SBR und/oder Stolbur haben.

Die Untersuchungen an den Rübenkörpern direkt auf diese beiden Erreger laufen derzeit im Labor in KH. Detaillierte Aussagen zum Einfluss auf den Befall können erst nach Abschluss der Saison und Auswertung aller Daten getroffen werden.

Stellen Sie jetzt bereits aufgehellte Rüben fest, muss das nicht unbedingt SBR oder Stolbur sein. 

Bei SBR vergilben die Blätter oftmals zwischen den Blattadern. Innerhalb von ein paar Wochen kann sich die Vergilbung flächig ausbreiten. Eine befallene Rübe weist verbräunte Gefäßbündel auf (Rübenkörper aufschneiden). Zudem bilden SBR-geschädigte Pflanzen vermehrt neue Blätter, die lanzettartig verformt sind. Die Blattspreite ist asymmetrisch geteilt. 

Bei Stolbur verformt sich der Rübenkörper oftmals von der Wurzelspitze beginnend gummiartig. Auch hier können die Blätter vergilben. Abhängig von äußeren Umwelteinflüssen schreiten Vergilbungen und Welkeerscheinungen am Blatt jedoch schneller voran. Fäulnissymptome beginnen oftmals an der Wurzelspitze und können sich auf die gesamte Rübe auswirken.