Bodenherbizide im Raps
Im Raps sind die Bodenwirkstoffe wichtige Herbizidbausteine der Unkrautbekämpfung. Das Saatbeet sollte relativ fein gekrümelt sein. Bodenfeuchte ist wichtig, die Behandlungen sollten aber wegen fehlender oberflächlicher Feuchte nicht verzögert werden, die Wirkung wird dadurch oft schlechter.
Planen Sie je nach Unkrautbesatz ihrer Flächen den Herbizideinsatz. Mit den Produkten Butisan Top (2,0 l/ha) oder Katamaran Plus (2,5 l/ha) im sehr frühen Nachauflauf bzw. Fuego Top (2,0 l/ha) unmittelbar nach der Saat können Klettenlabkraut, Kamille, Vogelmiere, Taubnessel, Ehrenpreisarten und Klatschmohn gut kontrolliert werden. Hilfreich ist eine zügige Rapsentwicklung. Ackerfuchsschwanz und Windhalm werden teilweise erfasst, die Wirkung ist sehr von den Bedingungen abhängig. Treten zusätzlich Storchschnabel-Arten, Besenrauke und in begrenztem Umfang Ackerhellerkraut und Hirtentäschelkraut auf, kann mit Butisan Gold (2,5 l/ha) bzw. der Mischung Quantum plus Fuego Top (1,5 l/ha + 1,5 l/ha) direkt nach der Saat gearbeitet werden. Gleichsam möglich ist die Spritzfolge aus Butisan Kombi (2,5 l/ha) nach der Saat, gefolgt von Runway (0,2 l/ha) im Nachauflauf bis zum 2-Blattstadium. Diese Spritzfolge hat eine Teilwirkung gegen Ackerstiefmütterchen, Vergleichbar ist die Leistung des Trimaran Gold Packs im Nachauflauf. Neu ist der Porafam Titan Pack (0,5 + 1,0 l/ha). Er ist vorzugsweise im Vorauflauf zu platzieren und hat Lücken bei Rauken und Acker-Stiefmütterchen, andere wichtige Unkräuter werden erfasst.
Metazachlor unterliegt der Anwendungsbestimmung NG 346 welches die max. Aufwandmenge von 1000 g/ha in einem Zeitraum von 3 Jahren vorsieht!
Hinweise zu Clomazone folgen.
Hinweise zu blattaktiven Nachauflaufanwendungen folgen.