Erbsenwickler – Flughöhepunkt im Maifeld und Taunus
Zur Erfassung des Zuflugs werden seit Anfang Juni an mehreren Standorten Pheromonfallen regelmäßig kontrolliert. Die Boniturdaten zeigen, dass der erste Flughöhepunkt in den Regionen Taunus und Münstermaifeld überschritten ist. Hier lagen die Fangzahlen zwischen 80 und 170 Tieren.
An den anderen Standorten lagen die Zahlen zwischen 10 – 30Tieren. Eine Behandlung mit einem zugelassenen Pyrethroid innerhalb der nächsten Tage (bis Anfang nächster Woche) wird empfohlen. Die Maßnahme muss nach dem Schlupf der Larven, jedoch vor deren Einbohren in die Hülsen erfolgen. Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt etwa sechs bis zehn Tage nach Erreichen des ersten Flughöhepunktes. Zur Bekämpfung des Erbsenwicklers können beispielsweise die Produkte Karate Zeon, Kaiso Sorbie oder vergleichbare Pyrethroide eingesetzt werden. Bei der Mittelwahl sollten bienenungefährliche Präparate der Klasse B4 bevorzugt werden. Insektizide sollten nicht bei Temperaturen über 25 °C ausgebracht werden. Aufgrund der prognostizierten Witterung sind notwendige Spritzmaßnahmen in die Abendstunden zu verlegen. Mit Beginn der Abreife endet die Schädigung der Erbsen durch die Larven des Erbsenwicklers. Gleichzeitig entfällt dann die Notwendigkeit weiterer Insektizidbehandlungen gegen diesen Schädling.
Der Erbsenwickler ist ein nachtaktiver Falter. Die Eiablage erfolgt von Mitte Juni bis Mitte Juli an Kelch- und Blütenblättern sowie an den Blattunterseiten der Erbsenpflanzen. Ein Weibchen kann zwischen 50 und 200 Eier ablegen. Nach dem Schlupf bohren sich die Larven in die Hülsen ein und fressen zunächst innerhalb eines einzelnen Samens. Während der Samenreife verlassen die Larven die Hülsen durch ein Ausbohrloch und wandern anschließend zur Überwinterung in den Boden.