Weizen – Abschlussbehandlung
Nach dem Regen sollten sie Anfang der Woche die Abschlussbehandlung des Winterweizens vornehmen. Der Weizen sollte mind. das Stadium EC 39 (Fahnenblatt voll entfaltet) haben. Nach dem über den 1. Mai diverse physiologische Blattflecken (https://www.isip.de/rheinland-pfalz/westerwald-osteifel/nichtparasitaere-blattflecken-im-winterweizen-856840 aufgetreten sind finden sich jetzt vereinzelt und eher selten Septoria-Blattflecken auf den unteren Blättern. Diese stammen von dem Infektionsereignis um den 13.04 des Jahres. Die Regenfälle der letzten Tage waren in der Lage weitere Infektionen auszulösen. Da aber sehr wenig Altbefall auf den Blättern zu finden ist bzw. war dürfte die tatsächliche Infektion nicht sehr stark gewesen sein. Die Infektionen der zweiten Maiwoche werden wir frühestens nach dem 01. Juni sehen, die Inkubationszeit ist recht lange (bis vier Wochen, je nach Temperatur). Gute Fungizide zur Abschlussbehandlung bestehen aus mehreren Wirkstoffen mit guter Dauerwirkung und einer begrenzten heilenden (kurativen) Wirkung (bei Septoria tritici können sie von etwa einer Woche nach der Infektion ausgehen). Für die meisten Bestände dürfte daher diese Woche ein guter Zeitpunkt für die Maßnahme sein. Sollte das oberste Blatt erst nach den Regenfällen der letzten Woche geschoben werden und es wieder trocken bleibt, können sie noch etwas warten. Die von den Industrien vorgesehenen Packs bzw. Präparate für die Abschluss- bzw. Fahnenblattbehandlung zeigen alle eine gute bis sehr gute Septoriawirkung wenn sie rechtzeitig nach der Infektion angewendet werden.