Ackerbau - Nach der Ernte ist vor der Aussaat
Wichtige Informationen aus dem Landkreis Calw vom 20.07.2026
S. Klasen, renommierter Pflanzenschutzexperte und Anbaufachmann aus der Abteilung Landwirtschaft und Naturschutz im Landratsamt Calw, erinnert in seinem Beratungsgebiet heute daran, die anstehende Grundbodenuntersuchungen nicht zu vergessen. Dabei gilt: Alle 6 Jahre, Schläge größer 1ha, auch im Grünland.
Herausforderungen bei der Stoppelbearbeitung - In den vergangenen Tagen ist in den meisten Regionen etwas Niederschlag gefallen. Auf einigen Flächen steht als nächstes die Stoppelbearbeitung an. Dabei ist auf ausreichend Bodenfeuchtigkeit zu achten, um zum einen die Kapillarwirkung zu brechen und zum anderen ein sicheres Auflaufen vom Ausfallgetreide und Unkräutern/ Ungräsern zu garantieren. Des Weiteren sollte auf eine gute Strohverteilung und flache Bearbeitung geachtet werden, auch im Hinblick darauf, keine großen Kluten zu erzeugen, da diese bei anhaltender Trockenheit weitere Folgen mit sich ziehen. Falls nicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist, sollte von einer Stoppelbearbeitung abgesehen werden. Hier gilt: Verschleiß größer als Nutzen!
Altrapsflächen - Ausfallraps möglichst schnell und gleichmäßig zum Auflaufen bringen. Aufgelaufenen Raps frühzeitig umbrechen, um Schädlingen Nahrungsgrundlage zu entziehen - Neuansaat schützen.
Vorbereitung für Aussaat - Arbeitsgänge so durchführen, dass danach ein möglichst feines Saatbeet zurückbleibt. Eine Klutenbildung sollte unbedingt vermieden werden. Ausfallgetreide, Unkräuter und Ungräser zum Auflaufen bringen um diese mechanisch zu bekämpfen.